Wie wir auf einem Auge blind sind

Der Kanzler ist gerade in China. Und was man ihm mit auf den Weg gegeben hat, ist, dass er das Thema Menschenrechte ansprechen soll. Er hat das auch zugesagt und schon vorweg aus China hören müssen, man verbitte sich eine Einmischung in innere Angelegenheiten.

Haben Sie aber jemals gehört, dass einer unserer Politiker in den USA die Menschenrechte angesprochen hat? Da gäbe es einiges zu sagen, beispielsweise, dass in Guantanamo immer noch Menschen ohne Gerichtsverfahren festgehalten werden. Auch Uiguren waren dabei, um die man sich nicht gekümmert hat, die aber nun in China zum Thema gemacht werden sollen. Schließlich wäre die Todesstrafe ein Anlass zur Mahnung, zumal gerade ein Verurteilter nach langer Haftzeit freigelassen werden musste, weil sich seine Unschuld heraus gestellt hatte. Und auch die Waffengesetze der USA wären ein Grund, das Land darauf hinzuweisen, dass es mehr für die Sicherheit seiner Bürger tun müsse, anstatt auf die Waffenlobby zu hören. Aber solche unangenehmen Themen spricht man „unter Freunden“ nicht an.

Ist es aber nicht vielleicht doch so, dass man unter Freunden mal ein offenes Wort sagen sollte?

 

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