Gedanken zum Sonntag


In Bayern gibt es so viele schöne Wallfahrtskirchen. Und in manchen liegen Bücher aus, in die man seine Wünsche an den Lieben Gott eintragen kann. Auch Danksagungen liest man dort und eine davon gab mir zu denken:
Da hatte sich jemand dafür bedankt, dass der Liebe Gott sein Kind vom Krebs geheilt haben sollte. Und jemand hatte dazu geschrieben:
„Und warum hatte er mein Gebet nicht erhört und mein Kind sterben lassen?“
Die Kirche bleibt uns die Antwort schuldig, warum Gott so etwas geschehen lässt. Er lässt es zu, dass bei einem Erdbeben eine Schule einstürzt und viele Kinder sterben, oder dass ein Pilgerzug nach Lourdes verunglückt. Die Kirche spricht dann von „Gottes unerforschlichem Ratschluss“.
Da denke ich an meinen Religionsunterricht vor 70 Jahren zurück. Damals hatten wir über solche Fälle diskutiert und die Frage aufgeworfen, wie es sich denn mit Gottes Gnade verhält: Wenn Gott doch alle positiven Eigenschaften besitzt, müsste er doch auch gerecht sein, insbesondere bei der Verteilung seiner Gnade.
Der Religionslehrer, ein Pfarrer, wusste darauf auch keine Antwort, sondern sagte, er meine, mit der Gnade verhalte es sich so ähnlich wie mit der Liebe der Frauen: Den einen lieben sie und den anderen nicht.
Ist Gott also eine Frau, wie manche Emanzen behaupten? („Als Gott den Mann erschuf, übte sie nur.“)
Oder welche Antwort hätten Sie als Christ? Für Atheisten ist die Antwort übrigens einfach.

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