Verschweigen uns die Medien eine Amigo-Affäre in Bayern? ZDF-Blabla

Die Maskenaffären der Union haben das Volk empört und zu einem Absturz der C-Parteien in der Wählergunst geführt. Offenbar meint die Union, der Skandal sei mit dem Rücktritt einiger Angeordneter abgetan und werde dann bald vergessen.
Nein, wird er nicht! Das Volk hat Anspruch darauf, aufgeklärt zu werden, wie es zu den Skandalen kommen konnte.
Das ZDF kündigte eine solche Aufklärung in der Zoom-Sendung vom 26.5. an, aber man sah nur das, was zu erwarten war: das übliche Blabla über mehr Transparenz. Was aber fehlte, ist das Eingehen auf das Kernproblem: Wie war es möglich, dass beispielsweise Töchter ehemaliger hochrangiger bayerischer Politiker in einem geordneten Staatswesen Millionen an Maskendeals verdienen konnten? Da ist doch vielleicht etwas „faul im Staate Dänemark“. Und dem nachzugehen wäre Aufgabe der Medien. Aber da herrscht „das Schweigen der Lämmer“.
Manchmal dachte ich, es könne doch nicht sein, dass die gesamte Presse etwas verschweigt. Aber beispielsweise bei Seehofers unehelichem Kind war es so. Darüber wurde erst berichtet, als Seehofer „zum Abschuss freigegeben“ wurde.
Heute hängen die Printmedien am Subventionstropf de Staates. Und ZDF und ARD sind sowieso in staatlicher Hand. Was will man da erwarten?

In einem korrekt arbeitendem Staat wäre es an sich schon Aufgabe der Regierung, Rechenschaft darüber abzulegen, wie die Maskendeals gelaufen sind. Und wenn die Regierung meint, solche Affären durch Schweigen aussitzen zu können, müssten die Medien in dieses Wespennest hinein stechen.
Bayern ist ein exotisches Land, in dem es sogar möglich war, dass Abgeordnete ihre Kinder auf Staatskosten als Computerexperten anstellen konnten. Und da fragt man sich natürlich, ob die alten Seilschaften so funktionieren: Kann da einfach jemand mit Verbindungen zu einem Minister gehen und sagen: „Kauf mal die Masken von Firma X!“ und dann werden Masken auch gekauft, ohne dass Vergleiche mit anderen Produkten gestellt werden? Und dann fließen Millionenprovisionen, die womöglich auch noch geteilt werden?
Fragen, die beantwortet werden müssen, um die vom ZDF dauernd beschworene Transparenz herzustellen, wären diese:
Wer ist in den jeweiligen Skandalen für den Kauf der Masken verantwortlich?
Wie rechtfertigt der (die) Betreffende, dass er (sie) gerade diese Masken gekauft hat?

Wohlgemerkt: Es kann ja alles ganz korrekt vor sich gegangen sein: Vor dem Maskenkauf werden Angebote verschiedener Firmen eingeholt und verglichen. Dabei stellt sich heraus, dass die von einem Parteimitglied vorgeschlagene Firma das beste und billigste Angebot abgegeben hat und sie erhält dann auch den Zuschlag. Dann ist die Provision zu Recht verdient und nicht auf Grund einer Mauschelei. Weil wir aber nichts über eine solche Rechtfertigung hören, lässt uns das doch wohl nur das Schlimmste vermuten.

 

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