„Roboterisierung“ der Sprache

lara

Kürzlich kam im Radio ein Bericht darüber, wie viele Jobs in Zukunft dem Computer zum Opfer fallen werden. Es waren erschreckend viele und es fragt sich, was man mit den Massen ohne Job anfangen soll. Da bleibt am Schluss nur das Tittitainment.
Der Sprecher im Rundfunk, der den Bericht verlas, fürchtete auch um seinen Job und meinte, dass die Nachrichten wohl auch einmal von einem Roboter gesprochen werden. Das wird dann so ähnlich sein wie beim Navi: Man kann einstellen, ob man eine Männerstimmer hören will oder lieber eine Frau. Und um das Stichwort Tittitainment aufzugreifen: im Fernsehen wird man bei weiblichen Sprachrobotern einstellen können, wie die Frau aussehen soll, welche Haarfarbe sie haben soll oder welche Oberweite. Das sind Aussichten!
Anscheinend sollen wir jetzt schon auf die Zukunft eingestimmt werden. Ich höre morgens immer ARD-info. Da lesen alle Sprecher die Nachrichten ohne Punkt und Komma herunter. Irgendwie kommt mir das vor wie ein Zeichen der Hektik unserer Zeit. Normalerweise sollte es doch so sein, dass man am Satzende die Stimme absenkt und eine kurze Atempause einlegt, bevor man sich dem nächsten Thema zuwendet. All das ist vorbei. Nicht nur ein Sprecher macht das so, sondern fast alle bei der Info-Sendung. Das hört sich schrecklich an, dann lieber her mit dem Sprachroboter!

2 Kommentare zu „„Roboterisierung“ der Sprache

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