Corona-Politik – eine Kritik und eine Horrormeldung

Eines muss man unserer Regierung lassen: Auch wenn sie nun wieder viel zu spät agiert, wie gestern beschrieben, so muss man sagen: „Unter den Blinden ist der Einäugige König!“
Wir sind im Vergleich zu vielen anderen Ländern bisher gut durch die Krise gekommen und hoffen, dass es weiter so bleibt, obwohl nun die verpflichtenden Gesundheitstests auch wieder zu spät eingeführt werden, denn die meisten Urlauber sind schon zu Hause.

Die Vorsitzende des Marburger Ärztebundes kritisiert genau so wie ich, dass die Kosten der Gesundheitschecks von den Steuerzahlern auch dann getragen werden müssen, wenn Urlauber in ein Risikogebiet geflogen sind. So schmeißt die Regierung mit dem Geld anderer Leute um sich!

Beim Shutdown war es ein großer Fehler, dass man viel zu pauschal agiert hat und die Gerichte die Feinjustierung nachholen mussten. Nur ein Beispiel: Wir hatten in Deutschland den Sommer schon im Mai. Warum musste damals die gesamte Gastronomie schließen? Das war verfassungswidrig,  denn die Ansteckungsgefahr in Biergärten beträgt normalerweise 1:1000. Hätte man trotzdem noch Abstandsregeln eingeführt, hätte sie bei Null gelegen. Mich hat gewundert, dass sich die Gastronomie nicht gewehrt hat und so massenhafte Pleiten in ihrer Branche hingenommen hat.

Schlimmer finde ich, dass es bei der Verteilung der Steuergelder zur Stützung der Wirtschaft sehr ungerecht zugegangen ist. Auch hier wieder nur ein Beispiel: Die Folgen der Corona-Krise bedrohen nach einer aktuellen Studie des Kreditversicherers Euler Hermes mehr als 150.000 Arbeitsplätze in der europäischen Textil- und Bekleidungsindustrie.
Lufthansa hat nur 138.000 Arbeitsplätze und bekommt zu deren Stützung mehr als 5 Milliarden Euro. Sie ist also, wie man sagt: „too big, too die.“ Warum eigentlich? Wenn sie pleite gegangen wäre, wäre sie von einem anderen Unternehmen übernommen worden, das ja auch wieder Personal und Flugzeuge braucht.

Noch etwas liegt mir am Herzen: Mit das Beste, was es in Deutschland gibt, ist das Jugendherbergswerk. Es trägt in hohem Maße dazu bei, den guten Ruf unseres Landes in alle Welt zu tragen, indem es die Jugend aus anderen Ländern zu Gast hat. Diese großartige Institution ist von der Pleite bedroht. Sie darf nicht untergehen.

Schließlich noch eine Horrormeldung: Unsere Politik laviert so dahin in der Annahme, sie müsse die Zeit überbrücken, bis ein neuer Impfstoff gefunden sei. Einer unserer Chefvirologen warnte aber schon davor, dass vielleicht überhaupt keiner gefunden würde.
Nun lesen wir, dass der erste deutsche Coronapatient keine Antikörper mehr gegen diese Krankheit hat. Von einer Impfung werden wir also wohl kaum eine größere Stärkung der Immunabwehr erwarten können. Vielleicht müssen wir also mit Corona leben. Und das sind keine guten Aussichten: Eine Beerdigung wie in Schwäbisch-Gmünd oder ein Nachtlokalbesuch wie in St. Wolfgang kann 50 neue Krankheitsfälle zur Folge haben.

 

 

Ein Kommentar zu „Corona-Politik – eine Kritik und eine Horrormeldung

  1. Ich fürchte auch, dass wir damit einfach leben müssen, bis es irgendwann durch ist. Vielleicht verschwindet, oder sich selbst totmutiert hat. Was mich ankotzt ( sorry) ist, dass alle wieder normal leben wollen . Urlaub, Fernreise, keine Zugeständnisse, keine Veränderung. Der Mensch sollte anpassungsfähig sein, das hat uns durch die Geschichte getragen. Nur leider ist davon so wenig zu sehen…

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.