Schämen Sie sich, Herr Ramelow!


Ministerpräsident Ramelow hat einem AfD-Abgeordneten den Stinkefinger gezeigt, was nach der Rechtsprechung als Vergehen der Beleidigung anzusehen ist. Dabei war das, was der Abgeordnete gesagt hatte, eigentlich nicht verwerflich und schon gar nicht geeignet, einen Menschen, der sich als Amtsträger in der Gewalt haben sollte, so aus der Fassung zu bringen. Der Abgeordnete hatte den Verfassungsschutz als skandalgeneigte Behörde bezeichnet. Das ist durchaus akzeptabel, zumal er nicht einmal gesagt hat: Skandalbehörde. Und durfte der Ministerpräsident so völlig die Contenance verlieren, als der Abgeordnete fort fuhr: „Wer da schon alles Tolles beobachtet wurde, nicht wahr, Herr Ramelow?“
Das war halt ein Volltreffer, den man in einer Position wie der von Herrn Ramelow durchaus ertragen können müsste. Da wäre eine halt ironische Bemerkung angebracht gewesen, aber doch nicht so etwas.
Wenn schon im Parlament solche Sitten von höchster Stelle aus einreißen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn Primitivlinge im Netz zu bösartigeren Ausfällen neigen, um sich verständlich zu machen, indem sie sogar zu Hassposts greifen.

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