Fehler der Gastronomie

Das ist eines meiner Lieblingsessen um diese Zeit: Spargel mit Schinken, Sauce hollandaise und Kartoffeln, so wie es hier so nett im Ruhpoldinger Hof serbiert wurde. Aber sonst: Fehlanzeige. Ein solches Essen, das sonst in der Spargelzeit zum Standardrepertoire gehörte, gibt es kaum noch. Die Gaststätten haben Nachholbedarf und servieren so etwas Einfaches nicht mehr. Statt dessen gibt es beispielsweise Spargel mit Saibling im Bärlauchmantel und Ähnliches  zu überhöhten Preisen. So mag ich aber den Spargel nicht. Ein Saibling zum Spargel ist mir zu viel und der Bärlauch erschlägt den feinen Spargelgeschmack. „Geröstete Spargelspitzen“ mag ich nicht: „Wat de Bur ni kennt, dat frit he ni.“
Weil ich Lust auf Spargel in der herkömmlichen Art habe, koche ich mir halt meinen Spargel heute Mittag selbst.
Auch sonst habe ich beim Selnstkochen in der Lockdown-Zeit wieder so richtig Lust auf einfaches Essen bekommen:
neue Kartoffeln mit Limburger und Salat,
Sahnequark mit Kartoffeln ,
Leberkäs mit Ei,
Spinat mit Spiegelei …
So etwas bekommt man kaum im Gasthaus. Nicht mal die bayerischen Weißwürste gibt es noch, nach denen man im Café noch eine schöne Torte genießen könnte.
Ich glaube, die Gastronomie schockt ihre Gäste mit den neuen teuren Speisekarten. Jeder hätte Verständnis dafür, wenn es wieder das normale Essen geben würde, aber mit einem Preisaufschlag wegen der Corona-Probleme. Aber Pseudo-Luxus-Speisen schrecken die Gäste ab. Und so ist es zur Zeit in den Lokalen erstaunlich leer. Deshalb werden in vielen Orten Gutscheine für Gasthausessen ausgegeben.

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