Unglaubliches von der CDU – Da muss ich mich wieder aufregen!

Gestern schrieb ich noch in meinen Zitaten:

„Der wahre Charakter einer Führungskraft zeigt sich im Verhalten gegenüber den Schwächsten.

(Das gilt auch für den Staat: Wie geht er mit den Armen um?)“

Und schon heute höre ich in den Nachrichten, wie sehr das zutrifft: Während die Regierung zur Ankurbelung der Wirtschaft mit Milliarden nur so um sich wirft und in den Parteien insofern ein direkter Überbietungswettbewerb veranstaltet wird, hören wir wenig darüber, wie das alles bezahlt werden soll.
Immerhin hat die CDU nun dazu einen Plan vorgelegt: Der Mindestlohn soll abgesenkt werden und der Soli soll ganz gestrichen werden. Das ist nun wieder typisch Kapitalismus pur! Obwohl die Schere zwischen Arm und Reich ständig weiter auseinander klafft, sollen es wieder die Ärmsten sein, die bluten sollen. Man sieht wieder einmal, dass ich schon vor vielen Jahren weitsichtig war, als ich hier schrieb, dass die Blutsauger unter uns sind.
Um dem Ganzen noch „die Krone auf zu setzen“, soll nach den Plänen der CDU der Soli ganz gestrichen werden. Das bedeutet also, dass die ganz Reichen ihn auch nicht mehr zahlen sollen.
Im Grunde genommen ist dieser Vorschlag völlig paradox oder besser gesagt: unsinnig. Die Mindestlohnbezieher haben so wenig Geld, dass sie es zum Leben voll ausgeben müssen. Das kommt also ganz dem Einzelhandel zugute.
Anders sieht es bei der Reichen aus: Was sie angeht, wird uns  immer vorgemacht, dass sie ihr Geld investieren und so für eine Ankurbelung der Wirtschaft sorgen. Davon ist nur der erste Teil des Satzes richtig: Die Reichen investieren zwar, aber dass sie damit unsere Wirtschaft ankurbeln, ist völlig falsch: Was nützt es unserer Wirtschaft, wenn das Geld lukrativer im Ausland angelegt wird? Und was hat Deutschland davon, wenn die Reichen vor lauter Misstrauen in unsere Währung und unsere Wirtschaft den Goldpreis in ungeahnte Höhen treiben? Nicht einmal der Kauf deutscher Aktien bringt unsere Wirtschaft voran, weil im allgemeinen nur die Besitzer solcher Papiere wechseln.

Was nun die beabsichtigte Rettung der Lufthansa angeht, so fragt sich, ob Brüssel das zulassen wird, denn Ryanair sieht darin wohl zu Recht eine Wettbewerbsverzerrung und will klagen. Eine Frage, die man einmal bei Anne Will diskutieren sollte, wäre die, ob es nicht eine Alternative wäre, die Lufthansa pleite gehen zu lassen. Sie würde dann eine Zeit lang vom Insolvenzverwalter weiter betrieben und schließlich von neuen Investoren gekauft werden und fliegen wie bisher:
https://autorenseite.wordpress.com/2020/05/11/die-blutsauger-sind-unter-uns-plaedoyer-fuer-ein-anderes-wirtschaftssystem/

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