Corona-Beschluss der Bundesregierung zu pauschal: FN sollte Nachjustierung fordern

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Dieses Prachtmädel ist meine Tochter. Sie ist Berufsreiterin und lebt vom Training der Pferde und der Unterrichtserteilung. Nun auf einmal wird sie arbeitslos gemacht, weil die Ausübung ihres Berufs als Sportbetrieb angesehen wird. Wieso eigentlich?
Soweit sie Pferde trainiert, ist dies zwar eine sportliche Tätigkeit, aber kein doch kein Betrieb. Dies scheint also noch zulässig zu sein. Aber dasselbe gilt doch auch für die Erteilung von Einzelunterricht, mindestens für eine selbständig tätige Reitlehrerin, weil so eine Tätigkeit – wie gesagt – keinen Betrieb darstellt.
Aber warum sollen auch die in einem Reitstall angestellten Reitlehrer keinen Unterricht erteilen dürfen? Es besteht doch keine Ansteckungsgefahr, wenn sie in einer Halle Kunden Einzelunterricht erteilen. Ein enger Kontakt findet ja nicht statt.
Hier sollte die FN für eine Klarstellung bzw. Nachjustierung sorgen:
Bevor also all diese Berufsreiter arbeitslos gemacht werden, sollte ihnen durch klar stellende Regeln die weitere Berufsausübung ermöglicht werden.

4 Kommentare zu „Corona-Beschluss der Bundesregierung zu pauschal: FN sollte Nachjustierung fordern

  1. Es geht bei dem Verbot der Unterrichtserteilung darum, eine Ausbreitung des Viruses so gering wie möglich zu halten. Wie soll Ihre Tochter denn garantieren, dass Ihre Reitschüler nicht infiziert sind?

    Ein Beispiel: ein infizierter Reiter, der keine Symptome hat, muss auf das Gelände gelangen. Also wird nur eine Tür ohne Handschuhe angefasst. Der nächste Reiter muss ebenfalls durch diese Tür und fasst sie auch ohne Handschuhe an und sich danach ins Gesicht. Schon ist der nächste infiziert. Ein Kontakt zwischen Reitlehrer und -schüler muss für diesen Fall noch nicht einmal bestehen!

    Es ist schade, dass diese Einschränkungen vor allem die Freiberufler und Einzelunternehmer hart treffen, doch auch die Vereine haben sehr darunter zu leiden. Nur müssen wir alle bedenken, dass, wenn das Gesundheitssystem erst einmal überlastet ist, es uns alle schwer treffen wird.

    1. Nun ja! Aber das Risiko ist doch gleich Null, denn erst einmal muss die Tür infiziert sein und dann muss ein Reiter sich entgegen der Regeln ins Gesicht fassen und sich schließlich auch nicht die Hände waschen.

      1. Oh, sich selbst nicht ins Gesicht zu fassen ist für so ziemlich alle, die ich kenne, äußerst schwierig… Egal, ob es eine Regel ist oder nicht.

        Und deine Tochter hat vermutlich auch mehr als zwei Reitschüler. Bei bereits fünf Reitern am Tag hat sich die Wahrscheinlichkeit aus meinem vorgenannten Beispiel mehr als verdoppelt!

        Außerdem, wenn deine Tochter weiterhin Reitunterricht geben darf, muss es für andere Betriebe (wie etwa Vereine) auch erlaubt sein. Und da hier auch Gruppenunterricht angeboten wird, würde die Wahrscheinlichkeit massiv ansteigen.
        Niemand will deiner Tochter persönlich schaden! Nur es ist leider so: entweder es ist für alle erlaubt oder für niemanden. Alles andere wäre ungerecht.

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