Spenden für die Kirche? Nein danke!

Wenn man wie ich auf ein langes Leben zurückblickt und sich fragt, was man gut gemacht hat und was man bereut, dann muss ich sagen, dass ich etwas bereue, was in den geldgierigen Augen der Kirche alles andere als eine Sünde ist: Ich habe allein steuerlich betrachtet ca. 1 Jahr ausschließlich für die Kirche gearbeitet und außerdem noch gespendet.
Und nun sehe ich, was die Kirche mit dem Geld so alles anstellt: Da würde ich am liebsten aus der Kirche austreten, wenn es nicht schon zu spät wäre: Wo man hinschaut, werden die mir abgeknöpften Steuergelder, die mir im Leben oft gefehlt haben, missbräuchlich verwendet: Erinnern Sie sich noch, wie Bischof Mixa mit einem Geldkoffer mit 200.000 Euro am Flugplatz erwischt wurde? Aber Näheres haben wir nicht erfahren. Und seine sonstigen Finanztransaktionen waren auch so, dass ich immer noch auf eine Aufklärung warte. Aber dann müsste ich mich wohl noch mehr aufregen, und das ist nicht gut in meinem Alter. Deshalb will ich auch gar nicht daran denken, dass Bischof Schraml einen Alterssitz für eine halbe Million eingerichtet bekommen hat, und das bei seinem exorbitanten Gehalt, das ja auch aus meinen Steuergeldern bezahlt wird.
Wie abgehoben die Führungskräfte der Kirche sind, zeigt sich allein schon in ihren Titeln: Mit „Eminenz“ lassen sich diese Menschen anreden, die doch nur – wie es immer so schön heißt – „“Arbeiter im Weinberg des Herrn““ sind. Auch als Hirten bezeichnen sie sich, wenn auch nicht als schlichte, sondern als „Oberhirten“.
Weil die Kirche nicht weiß, wohin mit dem vielen Geld, verunziert sie alte Klostergärten und Gotteshäuser mit modernen Kunstwerken (Vgl. „Bayern kaputt“). Jahrhunderte lang ließ man ehrfürchtig alles so, wie es war, und erst in unserer Zeit kommt man auf die Idee, auch noch den letzten Freiraum voll zu stellen.
Während irgendwo auf der Welt alle Sekunde ein Mensch verhungert, treibt die Kirche Missbrauch mit meinem Geld.
Bemerkenswert ist, dass ich nicht allein so denke, sondern wenn alte Leute beieinander sitzen und über die Kirche reden, ist der Tenor immer der Gleiche: Kein Geld für die Kirche! Und in den Klingelbeutel gerade nur soviel, dass es scheppert! Über einen bekannten Pfarrer hörte ich, dass er von sehr reichen Leuten, die aus der Kirche ausgetreten sind, Geld in Höhe der Kirchensteuer bekommt, damit sein Orden in einem Entwicklungsland „etwas Vernünftiges damit macht“.
Den jungen Leuten möchte ich den Rat geben: Warten Sie mit ihren Spenden, bis sie alt werden, damit sie nichts zu bereuen haben. Die Kirche hat genug Geld und ist auf ihr Scherflein gar nicht angewiesen. Und wenn Sie das nicht glauben oder widersprechen wollen, lesen Sie doch erst einmal dies: Kirchensteuer.

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