Hilfe! Ich bin ein Rechtspopulist


Die Friedrich- Ebert- Stiftung hat eine Studie vorgestellt, nach deren Maßstäben ich nun leider ein Rechtspopulist bin:
So stimme ich beispielsweise der angeblich populistischen Aussage zu:
„Die meisten Asylbewerber werden in ihrem Heimatland gar nicht verfolgt.“ Diese Aussage ist doch offensichtlich richtig, denn der Sachverständigenrat deutscher Stiftungen für Integration und Migration hat festgestellt: Die Gesamtschutzquote4für alle Herkunftsländer lag 2017 bei 43,4 Prozent.
https://www.stiftung-mercator.de/media/downloads/3_Publikationen/2018/Juni/SVR_Fakten_zur_Asylpolitik.pdf
Offenbar darf man wohl nicht sagen, was richtig ist, um nicht als Rechtspopulist zu gelten.

Viele Menschen glauben
nach der Studie, dass Politiker nur Marionetten anderer Mächte sind. Wenn ich unseren Verkehrsminister anschaue, kann ich solche Menschen verstehen. Vergleicht man, wie schnell die deutschen Autofirmen in den USA zu Strafen und Schadensersatz verurteilt wurden mit der Situation bei uns, dann wird offenbar, warum die Menschen so schlecht über die Verhältnisse in unserer Demokratie denken. Von Horst Seehofer stammt übrigens der pessimistische Satz: »Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.« Der Mann muss es ja wissen. Auf der selben Linie liegen die Söhne Mannheims, wenn sie von „Marionetten“ singen.
Wenn ich unsre Demokratie als kaputt bezeichne, bin ich noch lange kein Rechtspopulist: https://autorenseite.wordpress.com/demokratie-kaputt/
Und ich vertrete auch entgegen der Studie keine „nationalchauvinistische Einstellungen“, wenn ich finde, Deutschland müsse in der Außenpolitik erst einmal an nationale Interessen denken. Schließlich ist unsere Regierung ja nicht Jesus. Dass die Politik dabei auch die Interessen anderer Länder berücksichtigen sollte, steht der Forderung, dass wir und nicht die anderen zuerst kommen, nicht entgegen. Übrigens ist unsere Regierung in diesem Punkt sehr pharisäisch: Sie unternimmt nichts gegen die ständig wachsenden Exportüberschüsse, handelt also nach den Begriffen der Studie „nationalchauvinistisch“. Sie hat dadurch praktisch Trump zu Gegenmaßnahmen gezwungen unter dem Motto „America first“.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.