„Danke, Mutti, dass du zu Hause geblieben bist.“

Ich war in letzter Zeit zu hohen Geburtstagen von 2 Frauen eingeladen. Wie es bei solchen Gelegenheiten üblich ist, wurden natürlich auch Reden gehalten, in denen die Geburtstagskinder lobend gewürdigt wurden. Und beide Male fiel derselbe Satz: „Danke, Mutti, dass du zu Hause geblieben bist.“ Die eine war Lehrerin und die andere Ärztin gewesen und beide hatten ihre Berufe aufgegeben, um sich ganz ihren 3 bzw. 4 Kindern zu widmen.
Auch meine Frau hat im Jahr 1965, als wir heirateten, ihren Beruf aufgegeben und ist Hausfrau geworden, wie es damals üblich war: Es gab noch keine Supermärkte, keine Fertignahrung und die Kleidung war so teuer, dass die Frauen selber nähten und strickten. Wir waren natürlich damals arm: Ein Auto konnten wir uns nicht leisten, nicht einmal Butter, sondern wir nahmen aus Ersparnisgründen Margarine.
Meiner Frau fiel zu Hause keinesfalls die Decke auf den Kopf: Neben ihrer Hausarbeit malte sie hervorragende Bilder:

 

Sie brachte sich selbst das Zitherspielen bei und klang nicht schlechter als Anton Karas. Und natürlich hatte sie viel Zeit für die Kinder: Sie musizierte mit ihnen, kümmerte sich um ihre Hausaufgaben und trieb Sport mit ihnen. Sie war der ruhende Pol der Familie, wo die Kinder ihre Sorgen abladen konnten und wo ich mich am Feierabend nach meinem harten Berufsalltag entspannen konnte.
Warum ich das hier beschreibe? Weil heute Abend im 3-SAT-Programm ein Film über unser verrohtes Land gebracht wird. Ich sehe als Ursache dieser Verrohung die Zerstörung der Familie an.
Was ist aus uns geworden!
https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/09/wie-haben-wir-damals-nur-so-leben-koennen/

5 Kommentare zu „„Danke, Mutti, dass du zu Hause geblieben bist.“

      1. Wenn der Protest einem nicht passt, muss er ja gar nicht freigeschaltet werden. Deswegen wird hier ernsthafter und ernstgemeinter Protest, so er denn ansprechend formuliert ist und schlüssig argumentiert, vermutlich nicht erscheinen. Wir alle schreiben doch nur für die eigene Filterblase und wollen uns ungern kritisieren lassen, das geht mir nicht anders.

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