Ersparen Sie uns Ihr Coming-out! Danke!

                

Wen interessiert das, ob ein Fußballspieler schwul ist? Ich glaube: keinen ernsthaften Menschen. Dennoch hören wir immer wieder aus Kreisen der Lesben und Schwulen die Aufforderung, die schwulen Fußballer sollten sich endlich outen.
Ähnlich war der bei Web.de veröffentlichte Artikel: „Beschämend für Deutschland: Angst vor Coming-out am Arbeitsplatz“: Dort las man: „Die meisten lesbischen, schwulen, bi-, trans- oder intersexuellen Arbeitnehmer in Deutschland haben sich einer neuen Studie zufolge im Job bislang gar nicht, oder nur wenigen Kollegen gegenüber geoutet.“ Anscheinend hätten sie Angst.
Ich frage mich, warum sollen sich Menschen ohne Grund öffentlich über ihre sexuelle Orientierung äußern? Das gehört zur menschlichen Intimsphäre, die man bewahren sollte. Es ist doch merkwürdig: Auf der einen Seite fordern die Menschen mehr Datenschutz und auf der anderen Seite sollen sie ihre intimsten Geheimnisse hinaus posaunen.
Ich glaube, die ständige Forderung der Lesben und Schwule nach einem Coming-out erklärt sich damit, dass diese Bewegung sich immer mehr in den Vordergrund spielen will. Daher auch die Love-Paraden und der Christopher-Street-Day.
Jeder, der sich outet, sollte sich überlegen, „cui bono“, also ob das für ihn gut ist. Das gilt nicht nur für die Offenlegung der sexuellen Ausrichtung, sondern auch beispielsweise für die Religion und vieles andere, was man besser für sich behalten sollte. Da tut ein bisschen Datenschutz ganz gut.

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