Erfolgreich lernen – So geht’s!

Wenn ich die heutige Jugend beim Lernen sehe – bis spät abends und am Wochenende – dann tun mir die jungen Leute leid. Wenn sie mal in meinem Alter auf ihre Jugend zurück blicken, dann können sie vielleicht nur sagen: „Nichts erlebt, nur gelernt.“ Das ist schade, denn „die Jugend ist die Sparkasse fürs Alter.“

Ich habe auch in meiner Jugend viel lernen müssen und habe mich anfangs sehr schwer getan. Immerhin habe ich mit Müh‘ und Not das Abitur geschafft und mir dann gesagt: Jetzt wird‘s ernst. Weil ich keine besondere Begabung hatte, habe ich mich für das Jura-Studium entschieden – auch gerade deswegen, weil es bei Null beginnt. Das musste zu schaffen sein. Mein Lebensziel war, Richter in einem schönen bayerischen Gebirgsort zu werden. Dafür brauchte ich die „Staatsnote“. Das war nicht einfach. Dennoch sagte ich mir, ich dürfe beim Lernen nicht übertreiben: 8 Stunden am Tag sind genug und wenn ich damit das Examen nicht schaffe, dann bin ich für den Beruf nicht geeignet.

Wie gesagt war die Aufnahmefähigkeit meines Gehirns nicht groß: nach 8 Stunden Lernen war Schluss.

Mir fiel dabei eine Geschichte aus meiner frühen Kindheit ein: Bei uns herrschte das Prinzip: „Was auf den Tisch kommt, wird aufgegessen.“ Und als ich einmal von meiner Suppe schließlich keinen Löffel mehr hinunter brachte, habe ich in meinem Zorn die Suppe an die Wand gelöffelt.

Das Gehirn ist auch nicht viel anders als der Magen: Irgendwann ist eben seine Aufnahmebereitschaft erschöpft. Man sitzt über den Büchern, aber in den Kopf geht nichts mehr rein. Man muss dann immer wieder mal ganz was anderes machen, um wieder mit frischen Kräften an die Arbeit gehen zu können. Und so bin ich abends immer gern in Schwabing gewesen, um den Kopf wieder frei zu kriegen, war aber auf jeden Fall um 22.00 Uhr im Bett. Das frühe ins Bett-gehen war ich deshalb gewohnt, weil ich das im Zuge einer Trainingsverpflichtung versprochen hatte.

Noch etwas war gut für das Lernen: Ich war Bergwachtmann und habe es mir nicht nehmen lassen, auch während des Studiums an jedem Wochenende zum Dienst im Gebirge zu sein. Das war aus zwei Gründen sehr förderlich: Ich kam auf andere Gedanken und wurde, wie ich hinterher erfuhr, dabei gedopt. Durch das Bergsteigen erhöhen sich die Sauerstoffwerte im Blut so sehr, dass man bei einer Dopingkontrolle durchfallen würde, wie mir ein Arzt sagte. Weil nun gerade das Gehirn ein großer Verbraucher von Sauerstoff ist, arbeitet es mit einem Mehr an Sauerstoff natürlich umso besser. Wie sehr das stimmt, sah ich auch an den Mitgliedern des Alpenvereins, die studierten: Sie alle erreichten später gute Positionen.

Warum ich das hier in epischer Breite erzähle?

Vielleicht probieren Sie ja das Rezept einmal aus.

Jedenfalls sollte die Wissenschaft einmal zwei Fragen klären:

1. Man sollte zwei Gruppen lernen lassen: die einen ununterbrochen bis in die Nacht und die anderen lockerer mit Abwechslungen wie Schwimmen, Tanzen …

2. Man sollte erforschen, welches Plus ein „Doping“ durch Bergsteigen bringt. Vielleicht probieren das ja auch andere, indem sie sich Sauerstoff ins Blut einführen lassen.

Schauen Sie bitte auch hier:
https://autorenseite.wordpress.com/2019/02/12/erfolgreich-lernen-so-gehts-ii/

4 Kommentare zu „Erfolgreich lernen – So geht’s!

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