CSU: Weiter „auf Krawall gebürstet“


Gerade hörten wir vom neuen bayerischen Ministerpräsidenten schöne Floskeln wie diese: Man wolle „ein Profil mit Stil“ und keinen Streit. Kaum sind diese wohl klingenden, aber wenig aussagenden Worte verhallt, da ist ein Streit über die Einführung von Geschwindigkeitsbeschränkungen entbrannt. Verkehrsminister Scheuer nannte solche Pläne als „gegen jede menschliche Vernunft“ gerichtet.
Wir sind es ja von der Bildzeitung gewohnt, dass das, was ihr nicht gefällt, als „Wahnsinn“ oder „Irrsinn“ bezeichnet wird. Aber innerhalb einer Regierung sollte doch ein anderer Ton herrschen.
Scheuer desavouiert sich selbst, wenn er dem übrigen Europa, wo es ja Geschwindigkeitsbegrenzungen gibt, die Vernunft abspricht.
Er sollte doch ehrlich sagen: „Es geht um die Abwägung von Schadstoffbelastungen, also von Menschenleben, gegen Arbeitsplätze. Das Auto ist unser Gott. Schon die alten Religionen haben ihren Göttern Menschen geopfert. Das war doch immer so.“
Söder sollte seine Kläffer Dobrindt und Scheuer vielleicht doch ein bisschen im Zaume halten. Er selbst erinnert ja in seiner neuen Würde den Bürger an den Wolf aus dem Märchen, der „Kreide gefressen“ hat.

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