Not me too!


In den Salzburger Nachrichten s
ehen wir ein Bild auf dem zu sehen ist, wie EU-Kommissar Moedas die EU-Kommissarin Vestager begrüßt. Das, was da abgebildet ist, sieht eher nach einem Vergewaltigungsversuch aus, wird aber als „neckische Begrüßung“ bezeichnet. Ist es nicht merkwürdig, dass die Frauen sich energisch gegen die kleinsten Berührungen aus Spaß wehren, dass sie es aber hinnehmen, dass die Begrüßungen immer intimer werden? Wie kommt es eigentlich, dass sich ein solcher Trend weltweit durchsetzt?
Ich bin in einer anderen
Zeit groß geworden. Da begrüßte man sich so, wie man es heute als „very british“ bezeichnet: nämlich mit Handschlag. Wenn ich meine alten Filme anschaue, sehe ich, dass dies nicht nur in unserer Familie so war.
Was die Art der Begrüßung anbetrifft, fallen mir die Besuche von Chru
schtschow und Breschnew in der DDR ein. Die Kremlmachthaber umarmten jeweils die DDR-Größen und der Kommentar im Westen lautete einhellig: „Schaut sie, diese schwulen…“
Inzwischen ist schwul normal und auch solche Begrüßungen sind üblich: Küsschen links und Küsschen rechts. (Besonders in der Grippezeit zu empfehlen in der Zeit der Empathie!)
Ich bin ein Oldie und mag so etwas überhaupt nicht. Ich denke an meine Mutter, die da sagen würde: „Dor bün i nie bei groot wor‘n.“ Für die ganz alte Generation hatten körperliche Berührungen
nämlich etwas Erotisches und deshalb waren sie nur dort üblich, wo sie hin gehörten, also nicht bei Begrüßungen
Wenn dies sich total geändert hat, liegt da daran, das bei der Erotik die Luft raus ist. D
ie Angehörigen des Geschlechts, das einmal erotisch aktiver war, nämlich die Männer, sind entmannt worden:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/06/die-vernichtung-des-mannes/
Das lässt sich statistisch klar belegen: Jede Generation schläft nur noch halb so oft miteinander wie die vorige und die Männer jeder Generation haben nur die Hälfte der Spermien im Vergleich zur vorigen.
Damit man sich heute eine Vorstellung davon machen kann, wie es früher einmal war, fällt mir ein Schlager von damals ein:
„Ich hab‘ dein Knie geseh‘n,
Das durfte nie gescheh‘n…“
In meiner stürmischen Jugend dachten die jungen Männer darüber nach, wie
sie ihre Erotik etwas abbremsen konnten und da waren Mittel wie Mönchspfeffer im Gespräch, mit dem sich die Mönche angeblich in ihrer Lage beholfen haben sollen. Und heute? Da sehen wir in Fernsehfilmen, dass die nachwachsende Generation Viagra nehmen muss.
Um auf den Ausgangspunkt zurück zu kommen. Die heutige Form der Begrüßung, die früher als erotische Intimität empfunden worden wäre, konnte sich nur durchsetzen, weil die Sexualität im Schwinden ist: Jedes 5. Paar braucht nun beim Kinderzeugen medizinische Hilfe.
Wie anders das einmal war, zeigt ein Spruch meiner Tante: „Sie brauchte eine Männerhose nur anzuschauen und schon war sie schwanger.“

 

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