Mehr Frauen ins Parlament? Aber nicht so, Frau Barley!

Katarina Barley, Bundesministerin der Justiz, will, dass mehr Frauen ins Parlament kommen. Sie sagte, sie sehe im Bundestag „zu viele graue Anzüge“. Da muss ich ihr Recht geben. Also Männer: Zieht euch gefälligst anders an!
Als Mann muss ich ehrlich zugeben: Ich würde ja auch lieber mehr Frauen im Parlament sehen, ganz einfach deshalb, weil ich lieber Frauen als Männer anschaue. Ich stelle mir vor, wie Frauen womöglich reagieren könnten, wenn sie mit einem Antrag nicht durchdringen:

Weder bei der Kleidung noch bei dieser Theatralik könnte da ein Mann auch nur annähernd mithalten.

Aber nun im Ernst: Frau Barley möchte das Wahlrecht ändern, beispielsweise durch „größere Wahlkreise mit zwei direkt gewählten Abgeordneten unterschiedlichen Geschlechts“. Eine andere Möglichkeit ist laut Barley das Sysstem der Franzosen: Dort stünden auf den Kandidatenlisten der Parteien abwechselnd Männer und Frauen.
Man muss sich wundern, dass so ein Vorschlag nicht von einer Feministin (oder ist sie das doch?) kommt, sondern ausgerechnet von einer Justizministerin. An sich sollte es ja so sein, dass das Volk entscheidet, wer ins Parlament kommt. Wenn das Volk also derzeit mehr Männer als Frauen wählt, sollten die Frauen dies als demokratische Entscheidung akzeptieren.
Wenn Frau Barley meint, die Wahlentscheidung dadurch beeinflussen zu dürfen, dass zwangsweise auch Frauen gewählt werden müssen, dann fragt sich, ob man ihren Gedanken nicht weiter spinnen müsste:
Im Bundestag sitzen ja zu viele Beamte und zu wenig arme Leute. Müsste man also nicht die Parteien verpflichten, in ihren Wahllisten nur so viele Beamte aufzustellen, wie es ihrem Anteil in der Bevölkerung entspricht? Und müssten nicht mehr Hartz-IV-Empfänger gewählt werden können? Also, Frau Barley: an die Arbeit!

Ein Kommentar zu „Mehr Frauen ins Parlament? Aber nicht so, Frau Barley!

  1. Stimmt, das ist nicht der richtige Weg.
    Aber warum nicht?
    Warum sind mehr Männer aufgestellt von ihren Parteien? Weil Männer bevorzugt Männer wählen. Man bleibt halt gern unter sich.
    Und warum sind mehr Jurist:innen in den oberen Etagen der Parteien vertreten als H4-Empfänger:innen?
    Wer H4 bezieht, ist so unmittelbar mit dem Überleben beschäftigt, dass keine Zeit bleibt für „Spielchen“ wie Wahllisten etc. Das betrifft das gesundheitliche wie das gesellschaftliche, vom finanziellen ganz zu schweigen.
    Außerdem bleiben auch die Besserverdiener gern unter sich.

    Gruß, Vorgärtnerin

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