Deutschland stürzt ab (V)

Fortsetzung

Die Jungen jammern zwar immer über die unerträgliche Rentenlast, die ihnen die Alten aufbürden, und daher ist sogar schon – wenn auch satirisch – die Forderung nach einem „sozialverträglichen Frühableben“ laut geworden. Die Jungen sollten sich aber mal öfter die Bilder von Aleppo anschauen und sich vergegenwärtigen: So sahen auch die deutschen Städte nach dem Krieg aus. Die heutige alte Generation hat also eine ganz gewaltige Aufbauleistung vollbracht, von der die Jungen heute profitieren. Aber wie sieht es heute aus? Die Brücken oder Schulen, die damals gebaut wurden, sind heute marode und man ist nicht mal in der Lage, diese Bauten zu unterhalten. Wir haben also einen gewaltigen Investitionsstau, der die „schwarze Null“ als übles Täuschungsmanöver erscheinen lässt.

Wir sind also genau genommen überschuldet und nicht einmal in der Lage, in der Zeit des jetzigen Booms unsere Schulden zu tilgen.

Was viele übersehen, ist die Tatsache, dass wir zur Zeit auch in sehr starkem Maße von dem leben, was die Alten geschaffen haben: Der Staat verscherbelt dieses von den Alten aufgebaute Vermögen: Grundstücke, Post, Kasernen, Versicherungen, Krankenhäuser, Altenheime… alles wurde verkauft, und uns wird eingeredet, die Privaten würden es besser können (Die Wahrheit sieht aber leider so aus: https://autorenseite.wordpress.com/2018/10/26/schlimme-nachricht-2/)

Wir leben zur Zeit in einer Illusion. Lesen Sie bitte dazu unbedingt die Wahrheit:

Märchen vom reichen Land: Wie sich Merkels Regierung die Finanzen schön rechnet | HuffPost Deutschland

Oder besser: Lesen Sie das nicht, wenn Sie ruhig schlafen wollen.

Wie wahnsinnig schnell sich die Verhältnisse auch in Deutschland ändern können, sehen wir am Beispiel von Argentinien oder Venezuela: Auf einmal stehen die Bürger vor dem Nichts und haben nicht einmal etwas zum Essen. Die Menschen in Venezuela profitieren nicht einmal vom Ölreichtum.

Ich bin oft froh, dass ich schon so alt bin, denn ich bin der Überzeugung, dass wir ganz Alten ein so schönes Leben gehabt haben, wie es keine andere Generation je hatte oder haben wird:

Wir haben zwar den Bombenhagel des Krieges und die damalige Hungersnot überleben müssen, aber dann ging es immer aufwärts: Es kamen: das Wirtschaftswunder mit der „Fresswelle“, die erste Urlaubsreise ins Ausland, ein eigenes Auto, später sogar ein eigenes Heim und Flugreisen in alle Welt. Das hätten wir uns in den kühnsten Träumen nicht erträumt.

Aber auch der dümmste Mensch weiß: Es kann so nicht weiter gehen und deshalb genießen die Leute alles, was geboten wird, ohne Rücksicht auf die Zukunft.

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