Söder und die Dankbarkeit


Söder sagte gerade:„Wir sorgen dafür, dass Bayern finanziell stabil ist, wir sorgen über den Länderfinanzausgleich dafür, dass jedes Jahr sechs bis acht Milliarden Euro an andere Länder gehen, die sich finanziell sonst nicht über Wasser halten können. Das hätte etwas mehr Dankbarkeit verdient.“
Da ist er im Wahlkampf mal wieder in ein Fettnäpfchen getreten. Diese Arroganz wird sich im Wahlkampf nicht auszahlen. Hat der Mann denn keine Berater, die ihm Tipps geben?
Was die Dankbarkeit angeht, frage ich mich, wie die aussehen soll? Sollen die Ministerpräsidenten der Empfängerländer jedes Jahr mit einem Blumenstrauß im der Bayerischen Staatskanzlei erscheinen und „Danke!“ sagen?
Und Söder vergisst in seiner Überheblichkeit, dass auch er sich bedanken müsste. Schließlich ist Bayern einmal durch die Hilfe anderer Länder vom Agrarland zum High-Tech-Land geworden und steht deshalb heute so gut da.
Wenn Söder Dankbarkeit einfordern wollte, dann sollte er sich vielleicht einmal an die Flüchtlinge wenden, aber das ist wohl ein zu heißes Eisen im Lande der Gutmenschen. Dann würde er hören müssen, dass die Aufnahme von Flüchtlingen keine Wohltat ist, sondern Erfüllung einer Verpflichtung.
Außerdem ist es in unserer Zeit sowieso nicht mehr üblich, „Danke!“ zu sagen:
https://autorenseite.wordpress.com/2018/09/21/welttag-der-dankbarkeit-world-gratitude-day/

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