Der Kampf um den Boden

Wir verschlafen den Kampf um den Boden: China kauft in Afrika und Südamerika riesige Flächen für die Ernährung seiner Bevölkerung. Wir schauen zu und betonieren unsere heimischen Flächen zu.
Ich erinnere mich an die Nachkriegszeit: Aus den Erfahrungen, die man im Krieg gemacht hatte, stellte man den Grundsatz auf, dass man sich notfalls aus dem eigenen Land ernähren können muss. Damit rechtfertigte man die Subventionen an die Landwirtschaft. Dieser Grundsatz ist längst vergessen (wie auch der, einen Notvorrat anzulegen).
Wie sieht es denn nun mit unserem Boden aus? Ein Mensch in Deutschland braucht etwa 2500 Quadratmeter landwirtschaftlicher Fläche, um sich ökologisch zu ernähren. Rein rechnerisch stehen einem deutschen Bürger aber nur zirka 2.100 Quadratmeter landwirtschaftlicher Fläche zur Verfügung. Es reicht also auch bei sparsamem Umgang mit dem Boden nicht. Im übrigen ernähren wir uns mit viel Fleisch, was einen hohen Flächenbedarf mit sich bringt: Um ein Kilogramm Gemüse (einschließlich Kartoffeln) zu produzieren, werden zirka 0,4 Quadratmeter benötigt; die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch erfordert dagegen etwa 30 Quadratmeter.

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