Mein Leben in der Todeszone


Darüber habe ich hier schon öfter geschrieben. Ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen: Früher hatten wir Fliegengitter vor den Fenstern und ich musste mit langer Hose und langärmligem Hemd den Rasen mähen, um mich vor Mücken und Bremsen zu schützen.
Ganz so schlimm, wie es hier gezeigt wird, war es jedoch nicht: https://www.youtube.com/watch?v=yNVrg8Jnv0E
Aber nun ist alles vorbei. Unsere Fliegengitter haben wir entfernt und wir können unsere Flügeltüren noch so weit aufmachen: Es kommt keine Mücke herein. Und auch nur ganz selten schaut eine Fliege vorbei.
Und wenn früher in der Bäckerei die Wespen über das süße Gebäck herfielen, gehört auch das der Vergangenheit an. Ich habe schon lange keine Wespe mehr gesehen. Ähnlich ist es mit den Schmetterlingen. Wir haben uns immer gefreut, was so alles um unseren Schmetterlingsflieder herum tanzte. Nun sind es nur noch Kohlweißlinge.
Woran liegt das? An der Monokultur, bei der die Wiesen intensiv gedüngt und ständig gemäht werden, während die Kühe im Stall stehen?
https://autorenseite.wordpress.com/bayern-kaputt/
Oder ist der trockene Sommer schuld, der bei uns aber gar nicht so schlimm war wie anderswo? Oder hat man auch heuer wieder bei uns gegen Mücken gespritzt mit der Folge, dass auch andere Insekten betroffen sind?
Ich gebe zu: Bremsen und Mücken sind lästig. Aber wenn es gar keine mehr gibt, kommt einem die Natur wieder ein bisschen toter vor.

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