Streit in der Ehe muss nicht sein

Der 7. Himmel muss ein Loch haben, durch das jemand, der nicht aufpasst, direkt in die Hölle hinunterfallen kann.
H. Pöll, Autor

Von Experten hören wir oft die Botschaft, dass Streiten zur Ehe gehöre, und diese Leute warnen davor, nicht zu streiten. Denn wenn man Angst vor einem Streit habe, sei die Ehe schon kaputt.
Also, da muss ich doch etwas klar stellen: Streiten gehört nicht zur Ehe, wohl aber muss es Diskussionen geben. Man sollte sich im Konfliktfall immer vor Augen halten, wie man mit seinem Chef oder Kunden umgehen würde und dann wird man sich doch wohl sagen, dass man seinen Partner nicht schlechter behandeln kann.
Manche Ehen sind sehr zerbrechlich: Es sollen Ehen daran gescheitert sein, dass Frauen eine Tube Zahnpasta beim Zähneputzen vorn gedrückt haben, während der Mann es für richtig hielt, mit dem Drücken hinten zu beginnen. Gott sei dank ist diese Gefahr für manche Ehe inzwischen dadurch beseitigt, dass die Zahnpastatuben heute aus Plastik sind.
Aber Gefahren für eine Ehe lauern überall, wie uns der Humorist James Thurber in der großartigen Kurzgeschichte „The Breaking up of the Winships“ (Die Winships trennen sich) vor Augen führt: Da schwärmt Frau Winship von der göttlichen Greta Garbo und ihr Mann bemerkt dazu sarkastisch, er finde Donald Duck besser. Darüber bricht nun ein Streit los, der dann letztlich zur Scheidung führt.
Man sollte jeden Streit so betrachten, wie man ihn 10 Jahre später sehen würde. Und da wird man ihn vielleicht so finden wie den der Winships: einfach lächerlich.
Sehr viele Ehepaare haben später nach einer Scheidung gefunden, dass die Trennung eigentlich nicht hätte sein müssen. Manche glauben zwar, dass sie mit einem neuen Partner ein neues Glück finden könnten, doch ist das oft so ähnlich, wie wenn ein Golfspieler auf einen anderen Platz gehen würde, wenn er schlecht gespielt hat.
Manche Eheleute suchen einen Paartherapeuten auf und fragen ihn um Rat. Man sollte sich aber darüber im Klaren sein, dass diese Leute ausweislich der Statistik ihre eigene Ehe auch nicht besser hinkriegen.
Ich bin auch schon öfter unfreiwillig in die Rolle eines Ehetherapeuten geraten und habe daher die Kurzgeschichte „Die alte Tante“ geschrieben, die Sie als letzte in der kostenlosen „Leseecke“ finden. Wenn Sie die gelesen haben und befolgen, brauchen Sie keine Therapie mehr.
Und schauen Sie mal hier, ob das Buch „Der 7.Himmel hat ein Loch“ nicht vielleicht eine geeignete Lektüre für Sie wäre.

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