Wichtige Entdeckung: DQ

Hier kommt nochmals das wichtige Thema: Kennen Sie Ihren DQ? Wenn nicht, sollten Sie sich darum kümmern:
Sie wissen natürlich, was der IQ ist. Vielleicht kennen Sie ja sogar Ihren eigenen, falls nicht, können Sie ihn mit einem Intelligenztest leicht selber feststellen. Doch warne ich vor einer solchen Neugier, denn vielleicht stoßen Sie darauf, dass Sie gar nicht so intelligent sind, wie Sie bisher geglaubt haben. Der IQ verführt die Leute dazu, auch die Dummheit mit diesem Maßstab zu messen. Je niedriger der IQ, umso dümmer müssten die Menschen sein, so lautet die schlichte Schlussfolgerung, die normalerweise gezogen wird.
Doch ist das völlig falsch. Ich habe daher den DQ entdeckt, also den Dummheits-Quotienten. Dass es so etwas gibt, bemerkte ich, als ich über eine der Kardinaltugenden nachdachte: die Klugheit. Zunächst dachte ich, dass es doch nicht als Tugend gelten kann, ob einer gescheiter ist als der andere. Dann aber verstand ich, was gemeint war: Unter dem Begriff Klugheit als Tugend wird nicht der IQ verstanden, sondern das Postulat, sich klug zu verhalten. Schon in meiner Schulzeit entdeckte ich, dass „schulklug“ oft dasselbe bedeutete wie „lebensdumm“. Das menschliche Gehirn hat halt nur eine gewisse Leistungskapazität. Es ist so ähnlich wie bei einer kurzen Bettdecke: Zieht man oben an, schauen unten die Füße raus. Wer zu viel für seinen IQ tut, hat für eine vernünftige Lebensplanung oft keine Gehirnwindung mehr frei.
Ich habe etliche hochintelligente junge Menschen scheitern sehen: Zwei studierten Vermessungswesen, brachten es aber nicht fertig, sich zum Examen anzumelden. Sie sind nun bloße Gehilfen. Ein anderer war Physikstudent und war sogar der Assistent seines Professors, hat es aber nicht über sich gebracht, sein Examen abzulegen. Er ist nun Hausverwalter bei seiner Mutter. Typische Beispiele für den DQ.
Auch der bekannte „zerstreute Professor“ ist ein solches Beispiel für das Zusammentreffen von Intelligenz und Lebensfremdheit (was ein schönfärberischer Ausdruck für Lebensdummheit ist).
Ein eindrucksvolles Beispiel sind auch die Psychologen und die Paartherapeuten. Man möchte meinen, dass jedenfalls diese Leute gescheit genug sein sollten, sich eine(n) Partner(in) auszusuchen, mit dem (der) sie eine beständige Ehe führen können. Und sie sollten auch wissen, wie man Eheprobleme löst. Doch zeigt sich, dass ihre Ehen nicht besser halten als die normalen. Im Gegenteil ist ihre Scheidungsquote sogar leicht erhöht. Man kann also sagen, dass die Psychologen zwar auf ihrem Gebiet intelligent sein mögen, aber eben häufig trotzdem lebensdumm sind.
Die Tugend der Klugheit bedeutet also: Gleichgültig über welchen IQ man verfügt – man soll ein erfülltes, glückliches Leben anstreben. Es ist allemal lebensklüger, eine freundliche, lustige Bedienung zu sein, die Spaß an ihrem Beruf hat, als eine grantige Professorin.

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