Unsere armen Rentner und die schäbige Regierung

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Was haben wir nur für eine schäbige Regierung: Dauernd musste sie ermahnt werden, soziale Mindeststandards einzuhalten. So wurde sie von der OECD auf die steigende Armut, insbesondere bei den Kindern hingewiesen. Der IWF musste die Bundesregierung auffordern, für gerechtere Löhne zu sorgen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/11/11/danke-mr-trump-2/
Die OECD hat die Bundesregierung auch auf die desaströsen Zustande bei den deutschen Renten hingeweisen müssen. Ausgerechnet in unserem reichen Land gibt es keine Mindestrente, die verhindert, dass Geringverdiener auf Sozialhilfeniveau absinken.
Und noch etwas ist unerträglich: Im OECD-Durchschnitt betragen die Renten 73 % des Lohns, bei uns dagegen nur 47,9 %. Und was schreibt die „Zeit“ dazu? Typisch Mainstream:
„ Deutschland holt im internationalen Vergleich bei der Beschäftigung Älterer auf. Eine OECD-Studie sieht das positiv.“
http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-12/rente-studie-eintrittsalter-ungleichheit-altern-oecd
Wieso „positiv“? Die OECD meint das Wort „positiv“ nämlich nicht aus der Sicht der Rentner, sondern aus der Sicht der Kassen. Positiv ist es nicht, dass viele Arbeitnehmer bei uns bis an den Grabesrand arbeiten müssen, weil die Rente nicht reicht. Deshalb sind wir bei der Zunahme der Arbeit von Alten traurige Weltspitze.
Oskar Lafontaine sagte einmal, er wundere sich, dass es in Deutschland keinen Aufstand geben würde, weil die österreichischen Rentner durchschnittlich 800 Euro mehr im Monat bekommen würden als die Deutschen. Die Österreicher haben zwar ein höheres Bruttosozialprodukt pro Kopf (50.000 Dollar; bei uns: 45.000 Dollar; wieso eigentlich haben die mehr?) Jedenfalls rechtfertigen diese Unterschiede keine so großen Differenzen bei den Renten. Schließlich zahlen wir ja im Gegensatz zu den Österreichern eine Ökosteuer auf Benzin, die ja eigentlich den Renten zugute kommen sollte.
Warum schlucken die Deutschen diese Zustände? Sind wir Deutschen dümmer als die Österreicher? Bekanntlich sind ja die Österreicher jenes gescheite Volk, das der Welt weis macht, dass Hitler ein Deutscher und Beethoven ein Österreicher war.
Aber auch wenn die Deutschen nicht so gescheit sein sollten: Warum schlucken sie es, dass sie einem Alter in Armut entgegen gehen? Das fragt nicht nur Oskar Lafontaine, sondern auch ich habe hier schon häufig dieselbe Frage gestellt. Mich wundert nicht, dass Theorien aufkommen wie die, dass die Bevölkerung durch Chem-Trails ruhig gestellt würde, die von Flugzeugen mit den Kondensstreifen abgelassen würden. „Deutschland erwache!“, habe ich hier schon öfter mit Kurt Tucholsky ausgerufen:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/02/08/aufschwung-a-la-merkel/
Der Deutsche ist zum verschlafenen Gutmenschen verkommen, der sich wohl fühlt, obwohl es ihm immer schlechter geht. Es gab einmal eine Zeit, in der das Einkommen des Mannes ausreichte, um eine Familie zu unterhalten, und in der alte Rentner nicht aus Geldmangel ihre Wohnung in der Stadt aufgeben mussten.
Die Deutschen werden von der Regierung damit eingelullt, dass ihnen gesagt wird, dass immer weniger junge Arbeitnehmer für immer mehr alte Rentner sorgen müssten. Dabei wird aber verschwiegen, dass sich die Produktivität der Arbeitnehmer entsprechend vervielfacht hat: Wo früher in den Autowerken Schweißerkolonnen arbeiteten, erledigen dies heutzutage Roboter.
Nicht an der Alterspyramide liegt also die Ursache für die Armut der Rentner, sondern daran, dass „die da oben“ immer mehr absahnen:
Der Deutsche steht nicht dagegen auf, dass Leute wie Winterkorn das 170-fache eines normalen Arbeitnehmers bekommen oder dass die VW-Vorständin Christine Hohmann-Dennhardt mindestens zwölf Millionen Euro bekommt – dafür, dass sie nach einem Jahr bei VW schon wieder geht, ohne dass sie wegen parteischädigenden Verhaltens von der SPD ausgeschlossen wird.
Übrigens finde ich, dass wir endlich wieder einmal streitbare Kardinäle bräuchten, die den Regierenden so richtig die Leviten lesen würden.  Die Zustände, die die Regierung unter Beteiligung christlicher und sozialer Parteien zu verantworten hat, müssen mit Nachdruck bekämpft werden. Wie wäre es denn, wenn die Bischofskonferenz beschließen würde, den C-Parteien zu verbieten, das Wort „Christlich“ im Namen zu führen?
https://autorenseite.wordpress.com/2017/12/06/zitat-zur-rentenpolitik/

Lesen Sie hierzu bitte auch den gestrigen Beitrag!

 

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