Ein ganz trauriges Dokument


Heute erhielt ich von meiner Bank einen Brief mit 70 Cent Porto, in dem mir mitgeteilt wurde, dass ich für meine Ersparnisse einen Jahreszins von sage und schreibe 11 Cent erhalte. Gleichzeitig wurden diese Ersparnisse durch die Inflation um 360 Euro entwertet. Uns wird ja immer erzählt, diese Inflationsrate müsse sein, damit die Wirtschaft läuft. Ich glaube das genauso wenig wie die Behauptung, dass die Privatisierung uns voran bringt:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/12/01/privatisierung-ich-bin-entsetzt/
Für mich ist ist die Null-Zins-Politik ganz einfach Diebstahl. Nicht nur das macht mich böse, sondern insbesondere das, was mit meinem Geld gemacht wird. Am schlimmsten ist für mich die dauernde Subvention der Autoindustrie. Dadurch hat sich dieser Industriezweig zu einer Sumpfblüte unseres Wirtschaftslebens entwickelt. Obwohl er Milliardengewinne macht, erhält er Subventionen für Forschungsprojekte. Der Absatz wird durch Prämien fürs Abwracken oder den Kauf eines E-Autos unterstützt. Sogar die armen Affen, die Dieselabgasen ausgesetzt werden, muss ich mit bezahlen.
Mir graust vor dieser unmoralischen Politik.

Übrigens sagte einer unserer führenden Wirtschaftswissenschaftler einmal, alle Subventionen seien überflüssig und teilweise sogar kontraproduktiv bis auf die für die Bauern. Ein Politiker, der daraufhin gefragt wurde, ob er nicht jedenfalls die kontraproduktiven Subventionen abstellen wolle, antwortete, das ginge nicht: „Probieren Sie das mal: eine Subvention streichen!“ Auch die FDP, die einmal früher stolz mit dem Sloganangetreten ist: „Alle Subventionen streichen!“, lässt hierzu nichts mehr hören.

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