Danke Mr. Trump!


Wie ist der amerikanische Präsident wohl auf seinen Slogan „America first“ gekommen? Ganz einfach: Die Handelsbilanz zwischen Deutschland und den USA fällt für ihn sehr ungünstig aus: Deutschland erzielt einen gewaltigen Exportüberschuss und der Präsident sieht auch die Ursache: Er wirft Deutschland vor, Lohndumping zu betreiben. Recht hat er. Die deutschen Arbeitgeber haben es mit Hilfe der Regierung verstanden, die Höhe der Löhne ständig sinken zu lassen. Die prekären Arbeitsverhältnisse wurden immer mehr. Teilweise ist der Lohn so weit abgesunken, dass die Menschen davon nicht mehr leben können. So etwas hat es in der BRD noch nie gegeben. Diese Leute müssen „aufstocken“. Aber auch die normalen Arbeitnehmer geraten immer mehr ins Hintertreffen:
Der Direktor des Forschungsinstituts der Gewerkschaften stellt fest: „Ein Maßstab, um das richtige Lohnniveau herauszufiltern, ist es, wenn man es in Beziehung setzt zum Inflationsziel der EZB von knapp 2 %. Also sollten auch die Lohnkosten unter Berücksichtigung der Produktivitätszuwächse auch um 2 % pro Jahr steigen. Wenn man das als Maßstab nimmt, dann sind die Lohnzuwächse in Deutschland um 16 % hinter dem zurückgeblieben, was eigentlich erforderlich gewesen wäre.“ Das Lohnniveau hat sogar den Internationalen Währungsfonds (IWF) auf den Plan gerufen. Er fordert von Deutschland Steuerentlastungen sowie höhere Löhne und zusätzliche Investitionen: „Der zur Verfügung stehende finanzielle Spielraum sollte genutzt werden für Initiativen, um das Wachstumspotenzial ebenso zu verbessern wie Investitionen in die Infrastruktur und Digitalisierung, Kinderbetreuung, Flüchtlingsintegration und für eine Senkung der Steuerlast auf Arbeit.“
Die deutschen Arbeitnehmer sollten dem amerikanischen Präsidenten dankbar sein, dass er mit seinem „America first“ Druck gemacht hat. Die deutschen Unternehmer müssen nun überlegen, was sie tun, um das Ungleichgewicht im Handel zu beseitigen. Gerechtere Löhne wären ein Mittel, was sich bei uns im Lande als Konjunkturspritze auswirken würde.

3 Kommentare zu „Danke Mr. Trump!

  1. Ist der Artikel als „Witz des Tages“ gemeint oder glaubst du das wirklich. Kleiner Tipp: Informiere Dich mal über prekäre Beschaftigungsverhältnisse in den USA. Und dann denkst Du nochmal darüber nach, ob Feine Argumentation einen Sinn hat.

    1. Wir reden aneinander vorbei. Natürlich sind die Verhältnisse in den USA schlimm, wie ich hier beispielsweise beschrieben habe:
      https://autorenseite.wordpress.com/2017/11/08/ich-bin-entsetzt-4/
      Ich habe mich in meinem Blog-Artikel nur damit befasst, dass die drohende Abschottung des amerikanischen Marktes die deutschen Unternehmer zum Umdenken zwingen wird – zum Vorteil der Arbeitnehmer. So gesehen ist das „Danke Mr. Trump“ ironisch gemeint.

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