Wir wollen es nicht wissen


Fällt Ihnen das nicht auch auf? Die Reklame wird immer weniger aussagekräftig. Manchmal ist sie sogar so nichtssagend, dass man sich hinterher fragt, für was eigentlich geworben wurde. Aber auch wenn man weiß, um was es bei dem Werbespot geht, wird man nicht informiert: In welcher Reklame für ein Auto erfahren Sie etwas über den Preis, den Kraftstoffverbrauch oder den Schadstoffausstoß? Oder nehmen Sie die Modereklame von Peter Hahn: Da geistert ein Weib unscharf fotografiert durch eine öde Landschaft. Ihre Kleidung ist nicht recht zu erkennen.
Was soll das Ganze? Die Werbung soll uns heutzutage nicht mehr informieren, sondern ein Gefühl vermitteln, z.B.: Mit dem Auto oder der Kleidung könnt ihr euch sogar in der unwirtlichsten Gegend bewegen. Aber wer will das schon?
Auch die Werbeplakate der Parteien anlässlich der Bundestagswahl sind ähnlich: Ein Kopf und ein Slogan. Das könnte man auch weglassen, denn wer sich durch so etwas beeinflussen lässt, sollte am Wahlsonntag besser zu Hause bleiben.

Wahrscheinlich sind wir selbst schuld an der Situation. Wir wollen gar nicht mehr richtig informiert werden, denn was dabei heraus kommt ist meist unerfreulich. Deshalb wollen wir statt weit schweifender politischer Debatten lieber ein „kuscheliges Wohlfühlklima„. Und wer erzeugt das besser als Mutti?

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