Danke Mr. Trump!

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Der amerikanische Präsident hat ein schlechtes Image
– nun nach Taormina ist es bei uns noch schlechter geworden. Aber der Mann hat etwas bewirkt, was wir sonst nicht fertig gebracht hätten: Nachdenken über die Globalisierung.
Ursprünglich dachte ich ja, wenn es mit der Globalisierung so weiter geht, dass dann einmal der chinesische Kuli den Lohnmaßstab auch für unsere Arbeitnehmer bestimmen würde. Aber es ist anders gekommen. Die Deutschen sind die Kulis geworden
. Wir sind die Weltrekordhalter bei der negativen Lohnentwicklung. Während andere Staaten in den letzten 10 Jahren bei den Löhnen ein sattes Plus zu verzeichnen hatten, mussten unsere Arbeitnehmer ein gewaltiges Minus hinnehmen. Schauen Sie sich hier die Statistik dazu an:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/gehaeltervergleich-der-industriestaaten-deutschland-ist-lohnminus-meister-a-734794.html
Nicht umsonst wird der deutsche Michel immer mit Schlafmütze dargestellt. Er will seine Ruhe haben bei „Mutti Merkel“. Er nimmt die unglaublichen Zustände bei uns als von Gott gegeben hin:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/04/13/merkel-schafft-den-sozialstaat-ab/
Aber nun stoppt Trump den Trend zur ungehemmten Globalisierung. Bei uns tut man ja zu wenig dagegen, dass unsere industrialisierte Landwirtschaft die Böden immer mehr ruiniert und das Grundwasser durch Düngung versaut, nur um Agrarprodukte nach China noch billiger liefern zu können, als sie dort hergestellt werden, oder Hähnchenteile und Trockenmilch nach Afrika zu liefern und dort die Landwirtschaft ins Aus zu treiben.

Trump will die billigen deutschen Autos mit Strafzöllen belegen. Und er zwingt damit die Arbeitgeber und die Gewerkschaften zum Nachdenken: Es kann nicht so weiter gehen wie bisher, dass unsere Arbeitnehmer durch Niedriglöhne, Leiharbeit, Zeitarbeit, Werkverträge usw. so ausgebeutet werden, dass andere Staaten da nicht mithalten können. weil sich dort die Arbeitnehmer nicht so viel gefallen lassen wie bei uns. Eigentlich hat Trump recht, wenn er von Dumping redet: Bei uns verdienen immer mehr Arbeitnehmer so wenig, dass sie Aufstocker sind, also vom Staat unterstützt werden müssen, um leben zu können. Merkel ist ja die Erfinderin eines Wirtschaftsmodells, in dem erstmals die Menschen von ihrer Hände Arbeit nicht mehr leben können.
Nicht nur Trump kritisiert die
deutschen Zustände – auch in der EU schimpfen immer mehr über uns: Frankreich, Lagarde … Mir tut es immer weh, wenn ich sehe, wie in Frankreich das „Savoir-vivre“ kaputt gemacht wird, anstatt dass wir uns ein Beispiel daran nehmen.
Wir sollten Trump dankbar dafür sein, dass er eine verhängnisvolle Entwicklung stoppt und uns zum Nachdenken über die Globalisieung zwingt.
Hier nur ein Beispiel von vielen negativen Folgen: Fast alle Pharma-Unternehmen lassen Antibiotika in Indien herstellen. Dort geht man aber so sorglos damit um, dass Flüsse verunreinigt werden und antibiotika-resistente Bakterien entstehen:
http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/indien-antibiotika-resistente-keime-in-pharma-abwaessern-a-1146128.html
Hauptsache, die Ware ist billig!

 

Ein Kommentar zu „Danke Mr. Trump!

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