Menschenopfer in der BRD erlaubt!

Abgas
Manchmal, wenn ich Bilder über die alten Inkas oder Mayas sehe, dann stelle ich mir vor, wie es wohl bei der Opferung eines Menschen zugegangen sein muss. Es muss ziemlich grausam gewesen sein:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/menschenopfer-der-maya-fuenf-tode-fuer-den-regengott-mit-dem-langen-ruessel-a-531502.html
Sie werden sagen: Wie gut, dass wir heute eine Zivilisation haben und diese Zeiten überwunden sind. Aber Sie täuschen sich, wenn Sie so denken. Wir sind noch viel schlimmer. Früher wurden die Menschen jedenfalls für eine Gottheit geopfert, aber heute für die Autos:
https://autorenseite.wordpress.com/2017/03/04/mord-in-deutschland-legal/
Infolge der Abgasmanipulationen von VW müssen 1200 Menschen sterben, weil ihre Lungen das Dreckzeug in der Luft nicht vertragen. Eigentlich müssten diese manipulierten Dieselfahrzeuge ja sofort stillgelegt werden. Aber sie verpesten weiter die Luft, bis sie repariert werden, denn Autos haben anscheinend Vorfahrt vor dem Menschen.
Das ist nur möglich, weil das Strafrecht diese Art von Morden privilegiert. Wegen Mordes kann nur bestraft werden, wenn nachweisbar ist, dass das Opfer durch eine Handlung des Täters ums Leben gekommen ist. Aber wie soll man beweisen, dass ein tödliches Lungenkarzinom ausgerechnet durch die Abgasmanipulation und nicht durch die allgemeine Luftverschmutzung ausgelöst wurde?
Deshalb muss unbedingt ins Strafgesetz ein Tatbestand aufgenommen werden, der die rein statistische Erhöhung der Sterberate unter Strafe stellt, denn auch das ist Mord! Aber warum sollen die Politiker aktiv werden, wenn keiner sich aufregt?

Dies meint ein einsamer Rufer in der Wüste.

4 Kommentare zu „Menschenopfer in der BRD erlaubt!

  1. Wir sollten die Kirche im Dorf lassen und die Schadstoff-Freisetzer in Relation zueinander setzen. In den USA stammt nur ein geringer Teil der Abgas-Schadstoffe von Diesel-PKW. Die Lastautos, die Diesel-Lokomotiven, die Schiffe, die Flugeuge pulvern tausende Tonnen von Staub in die Luft = Ruß, beim Stickoxid wird es nicht viel anders sein.

    1. Mord bleibt Mord, auch wenn andere dasselbe tun:
      Das Fachmagazin „Environmental Research Letters“ veröffentlichte eine Erhebung von Forschern des renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT), der Universität Harvard und der belgischen Universität Hasselt. Danach sterben infolge des VW-Abgasskandals über tausend Menschen in Deutschland und seinen Nachbarländern vorzeitig. Aufgrund des vermehrten Schadstoffausstoßes bei 2,6 Millionen VW-Fahrzeugen, die in Deutschland in den Jahren 2008 bis 2015 verkauft wurden, werden 1.200 Menschen in Europa ein Jahrzehnt eher das Zeitliche segnen.
      http://www.salzburg.com/nachrichten/welt/wirtschaft/sn/artikel/1200-vorzeitige-todesfaelle-durch-vw-abgasskandal-in-europa-236998/

  2. Ergänzung: Ich fahre selber keinen Diesel sondern einen Benziner mit guten Abgas-Werten bezüglich CO und Stickoxiden, allerdings produziert mein Auto etwas mehr CO2, weil der Verbrauch etwas höher ist.

  3. Die Abgas-Affäre hat auch einen Vorteil. Fortan müssen alle Auto-Hersteller die Karten auf den Tisch legen. VW und Audi müssen sich etwas anstrengen. BMW hat einen Vorsprung, sie haben die Abgas-Vorgaben schon vorher eingehalten. Deren Motoren wurden teilweise in Oberösterreich entwickelt und werden hier gebaut. Sogar der Dreizylinder-Benziner wurde in Oberösterreich entwickelt.

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