Raserurteil: Fiat Justitia?

JustitiaTitel

Fiat Justitia! Zu deutsch: Es geschehe Gerechtigkeit! Aber wenn man das letzte „Raserurteil“ überdenkt, fragt man sich doch, ob der lateinische Spruch nicht so lauten müsste: Fiat Iniuria (Unrecht)! Das Urteil wirft doch einige Fragen auf.
Das passt doch alles überhaupt nicht zusammen: Ein Raser soll genau so hart bestraft werden wie ein Sexualverbrecher, der sein Opfer bestialisch ermordet? Dabei hat der Raser doch gar nicht gezielt gemordet, sondern nur den Tod anderer „billigend in Kauf genommen“.
Noch weniger passt zusammen, dass ein früherer Raser mit einer 9-monatigen Strafe auf Bewährung davon gekommen ist, mag auch die Fallgestaltung etwas anders gelegen haben.
Gänzlich unverständlich ist, dass die bloße Abhaltung eines Rennens ohne Opfer eine bloße Ordnungswidrigkeit ist. Das müsste doch längst geändert werden. Und auch der Mordparagraph soll schon seit ewigen Zeiten neu gefasst werden. Auch Justizminister Maas hat dies wieder versprochen. Warum geschieht das nicht?
Was den Mordparagraphen anbetrifft, erinnere ich mich an einen Fall, in dem eine Bäuerin ihren schlafenden Mann mit der Axt erschlagen hatte. Das Gericht erließ einen Haftbefehl wegen Mordes, weil die Tat heimtückisch war. Die dreiste Täterin schrieb daraufhin an das Gericht: „Etwas Blöderes habe ich noch nicht gelesen. Hätte ich meinen Mann vielleicht vorher aufwecken sollen?
Übrigens stammt das Titelbild von meinem Buch „Adieu Justitia“.

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