Macht viel Geld krank?

Geld

Wir sahen es gerade wieder bei dem designierten Arbeitsminister Trumps: Obwohl der Mann Milliardär ist, beschäftigte er eine illegale Immigrantin ohne Arbeitserlaubnis jahrelang als Haushaltshilfe. Oder denken Sie an die Verwandtenaffären der CSU. Oder: in Frankreich stolpert gerade Präsidentschaftskandidat Fillon darüber, dass er angeblich seine Ehefrau mit einem hohen Gehalt beschäftigt hatte. Schlimm waren auch die Unsauberkeiten in der EU bei der Sekretariatszulage der Mitglieder des Europäischen Parlaments. In einer Stichprobe wurden 167 (!) Vorfälle aufgedeckt, in denen die Sekretariatszulage nicht ordnungsgemäß verwendet wurde. Die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Es ist immer dasselbe: Menschen, die an sich schon bestens verdienen, versuchen, mit krummen Touren noch zusätzlich mehr abzusahnen.
Man kann daraus schließen, dass viel Geld krank macht. Es erzeugt eine Gier nach immer mehr, egal wie. Die Vorstandsriege des FC Bayern ist auch ein Beispiel dafür: Hoeneß, Rummenigge, Beckenbauer: alles Steuerhinterzieher.
Besonders beschämend ist das Verhalten von Alice Schwarzer. Diese Obermoralistin hinterzog auch Steuern.
Was das eigentlich Schäbige an diesen Steuerhinterziehungen ist, ist die Tatsache, dass all diese Leute hier viel Geld verdienen können, weil sie in einem Staat leben, in dem die entsprechenden Strukturen dafür vorhanden sind. Wer dann dem Staat nicht gönnt, „was des Staates ist“, muss von einer krankhaften Geldgier befallen sein. Denn wenn man sich anschaut, was diese Leute verdienen, fragt man sich, was machen sie eigentlich mit so viel Geld? Meist legen sie es irgendwie an, und ob das Anlagevermögen dann etwas größer oder kleiner ist, ist letztlich nur eine Zahl in der Buchführung. Was also soll das Ganze? Es ist nur mit einer krankhaften Sucht erklärbar.

2 Kommentare zu „Macht viel Geld krank?

  1. Unser Ex-Bundespräsident – Heinz Fischer – war immer ein leuchtendes Vorbild in Bezug auf Redlichkeit – er hat den politischen Parteien die Leviten gelesen.
    Seine Schwiegermutter war schwer pflegebedürftig, und jemand in seiner Familie hat eine ausländische Pflegerin – schwarz – beschäftigt.

    Der Heinz Fischer hat das öffentlich zugegeben und sich damit gerechtfertigt, dass eine Rund-um-die-Uhr Pflege einer alten Person nur mit einer „billigen“ ausländischen Pflegekraft möglich ist. Angeblich hat er das selber nicht bezahlt, aber er hat als Präsident genug verdient, um eine österreichische Krankenschwester privat zu bezahlen – samt Steuern und Sozialabgaben.

    Das Unrechtsbewusstsein ist relativ. Vielleicht biegt sich „Jedermann“ seine Welt zurecht, dass er sich nicht „sündig“ vorkommt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Diese Seite verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden..