Die Postbank langt zu

Post
So las ich es gerade auf einem gelben Auto. „Ich auch bald nix mehr Post!“ müsste wohl bald auf meinem Auto stehen.

Lesen Sie doch bitte unbedingt meine Aphorismen über Banken:
https://autorenseite.wordpress.com/gedanken-ueber-banken/
Dort findet sich auch dieses Zitat:
„Banken können sich alles erlauben. Der Deutsche wechselt nämlich seine Bank so selten wie seine Religion.“

Wenn man eine Umfrage machen würde, würde sich das Zitat bestätigen und sogar heraus kommen, dass Männer auch eher ihre Frau wechseln als ihre Bank. Ich bin zur Zeit auch reif für den Wechsel meiner Bank, obwohl seit über einem halben Jahrhundert Kunde bei der Postbank bin.
Ich erinnere mich noch an den Anfang: Da hatte ich einmal einen Tag vor Eingang meines Gehalts einen Betrag überweisen wollen, der um ein paar Pfennige mein Guthaben überschritt. Deshalb schickte man mir meine Anweisung zurück mit dem Bemerken, man sei keine Bank und dürfe kein Kreditgeschäft betreiben. Man dürfe meine Überweisung auch nicht bis zum Geldeingang liegen lassen. Was waren das noch für Zeiten, als die Postler noch Beamte waren! Die Post residierte oft mitten in der Stadt in palastartigen Gebäuden, die wohl inzwischen alle verkauft sind. Nun werden die Postgeschäfte vielfach in Lebensmittelläden u.a. abgewickelt. In unserer Gegend gibt es viele Orte ohne solche Poststellen. Da müssen die Leute 10 km fahren, um zur nächsten Post zu gelangen. In meinem Dorf hatte die Post früher ein Erdgeschoss gemietet, wo ein Postangestellte die Kunden bediente. Dieses Postamt wurde aufgelöst. Da kein Geschäftsbesitzer die Poststelle übernehmen wollte, hat die Gemeinde der Post im Interesse der Bürger einen Raum im Informationszentrum zur Verfügung gestellt, wo die Angestellten der Gemeinde die Postgeschäfte mit erledigen. Ich schätze, dass dies ein gutes Geschäft für die Post ist, sonst hätte sie ja so weiter machen können wie bisher. Die Gemeindebürger dürften also die Post subventionieren.
Nun hat die Post gerade neue Banktarife eingeführt. Man muss jetzt auch Gebühren bezahlen für ein Konto, das bisher umsonst war. Nur Kunden, die über größere Zahlungseingänge verfügen, bleiben kostenfrei, wenn sie in ein anderes Konto überwechseln, das sich „Postbank Giro direkt Plus“ nennt. Warum dieser Blödsinn des Wechselns? Zum einen will man die Kunden, die bei geringem Kontostand viel Arbeit machen, los werden. Zum anderen will man bei denen, die Anspruch auf ein kostenloses Konto haben, erst einmal Gebühren kassieren, bis die merken, dass Kosten anfallen.
Ich bin sauer. Ich war 60 Jahre Kunde bei der Post. Aber ich glaube, dass ich nun zur Sparda-Bank gehe.

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