Die USA kassieren – Wir subventionieren

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Credit Suisse hat kurz vor Weihnachten ihren Hypothekenstreit in den USA mit einem Milliardenvergleich beendet und muss dabei tief in die Tasche greifen. Die Schweizer Großbank zahlt knapp 2,5 Milliarden Dollar (rund 2,37 Mrd. Euro) an Zivilbuße. Dazu kommen noch Erleichterungen für amerikanische Kreditnehmer in Höhe von 2,8 Milliarden Dollar.
Die Deutsche Bank zahlt nach einem Vergleich 3,1 Milliarden Dollar an Buße und stellt 4,1 Milliarden Dollar für die Verbraucher zur Verfügung. Und kaum habe ich dies geschrieben, schon lese ich von einem neuen Vergleich, nach dem die Deutsche Bank weitere 29 Millionen bezahlt. Und so geht es munter weiter.

Auch VW hat in den USA einen ersten Vergleich geschlossen: Dieser soll VW rund 15 Milliarden US-Dollar kosten. Der Vergleich gilt für rund 480.000 Besitzer von Dieselfahrzeugen mit Zwei-Liter-Motor. Rund zwei Drittel der ausgehandelten Summe soll als Entschädigung der Betroffenen dienen. Die VW-Besitzer können den Rückkauf oder die Umrüstung ihrer mit einer Manipulationssoftware ausgestatteten Wagen beantragen. Zudem sollen die geschädigten Kunden eine Einmalzahlung von bis zu 10.000 Dollar erhalten.
Und was tut sich bei uns? Da bleibt VW ungeschoren. Im Gegenteil wird sogar der Verkauf von Elektroautos subventioniert. Und ich habe auch nichts darüber in Erinnerung, dass die Deutsche Bank bei uns zur Kasse gebeten worden wäre.

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