Wir waren früher glücklich – aber ganz anders!

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Wir Alten waren in jungen Jahren glücklicher! Man kann es an der hohen Geburtenrate unserer Generation ablesen. Wir konnten zwar noch nicht in Urlaub fliegen, weil wir uns das nicht leisten konnten. Auch ein Auto hatten zunächst nur wenige. Der Normalbürger musste noch ein paar Jahre warten. Aber wir haben das Auto nicht vermisst.
Unsere Frauen waren zu Hause und ich kenne keine einzige, die sich als minderwertiges „Heimchen am Herd“ gefühlt hätte. Sie waren glücklich mit ihrem Leben, was auch an der niedrigeren Scheidungsrate abzulesen ist. Sie sind keinesfalls zu Hause verblödet. Weil sie nicht in das Hamsterrad des Berufslebens eingespannt waren, hatten sie die notwendige Muße, sich auch nebenbei auf ihre Weise selbst zu verwirklichen. Durch die Arbeitsteilung zwischen Mann und Frau hatte man mehr Zeit für das Familienleben und gemeinsame Unternehmungen: Man brauchte nicht abends oder am Wochenende einkaufen oder im Haushalt arbeiten.
Noch einen entscheidenden Unterschied gab es und er besteht auch heute noch fort: Wir konnten uns damals wenig leisten und kauften uns daher nur dann neue Kleidung, wenn die alte verschlissen war. Und wir kauften uns auch nur so viel, wir wir benötigten. Bei diesem Prinzip sind viele von uns geblieben. Heutzutage gehen die Menschen „Shoppen“. Das betrachten sie als Erlebnis. Und sie kaufen sich Sachen, die ihnen gefallen, auch wenn sie sie nicht wirklich benötigen. Sie müssen unbedingt die neueste Mode haben und der Ausdruck „Must-have“ zeigt, wie sehr sie in den Trend der Massen eingespannt sind – also Massenmenschen geworden sind. Ich trage meine alten Cordhosen auf, auch wenn kürzlich jemand im Fernsehen einen anderen damit diffamiert hat, dieser habe die Mentalität eines Cordhosenträgers. Ich bin stolz auf diese Mentalität und trage daher auch. keine Sneaker, solange meine alten Schuhe noch nicht kaputt sind.
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Und ich fahre auch nur ein kleines Auto, weil mir das für meine Fahrten in die Umgebung reicht. Was soll ich da mit einem größeren Wagen protzen, wenn ich den Komfort der Größe nicht brauche, sondern dieser hinderlich beim Parken ist?
Die Bilanz unserer damaligen und die meiner heutigen Lebensweise ist die, dass wir weniger Ressourcen verbraucht haben, als sich regenerieren können. Und heute? Der Welterschöpfungstag rückt Jahr für Jahr weiter nach vorn und keiner tut was dagegen außer ein bisschen Klimaschutz, aber der klappt auch nicht recht. Unser Leben ist wie eine Autofahrt, die unausweichlich an einer Wand endet.

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