Gedanken zum Tag

Waffe

Der Bundestag debattiert heute über deutsche Waffenlieferungen. Was mich interessieren würde, ist dies: Wenn ich die Bilder über den Krieg in Syrien und dem Irak sehe, insbesondere über das Elend in Aleppo, dann frage ich mich, zu wie viel Prozent dabei deutsche Waffen eingesetzt werden. Und dann denke ich zurück an meine Kindheit im Krieg, als ich in Kiel wohnte. Die Stadt wurde zu 88 % zerstört und sah schlimmer aus als Aleppo, weil die Häuser damals nicht aus Beton waren. Nach einem „Bombenteppich“ wusste man oft überhaupt nicht mehr, wo die Straßen waren.
Und wenn wir heute Dokumentationszentren über die Verbrechen der Wehrmacht bauen, sollten wir nicht die Augen davor verschließen, dass auch die Bombardierungen deutscher Städte Kriegsverbrechen waren. Der 2. Weltkrieg hat durch diese Grausamkeiten den Terrorismus vorbereitet, unter dem wir jetzt zu leiden haben.
Die zunehmende Unmenschlichkeit kann man daran ablesen, dass von Krieg zu Krieg die Zahl der zivilen Opfer immer größer wird und dass sie diejenige der toten Kämpfer weit übersteigt.

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