Blutsauger sind unter uns!

Geld

Wie wir ständig bestohlen werden: In der „Wiener Zeitung“ lesen wir: Stefan Bruckbauer, Chefvolkswirt der Bank Austria, hat errechnet, dass die niedrigen Zinsen die österreichischen Sparer von 2010 bis heute in Summe 17,4 Milliarden Euro kosteten. Der jährliche Verlust, der bei den Bankeinlagen der privaten Haushalte anfällt (neben den Spareinlagen gehören auch Sicht- und Termineinlagen dazu), liegt demnach im Durchschnitt bei fast 2,5 Milliarden Euro.
Und wie sieht es in Deutschland aus? Bei uns hat jeder Haushalt in den letzten 10 Jahren durch die Niedrigzins-Politik 20.000 Euro verloren:
https://autorenseite.wordpress.com/2015/08/20/20-000-euro-aermer-20708718/
Dagegen nimmt sich die Steuererleichterung, die uns „gnädigerweise“ anlässlich der nächsten Wahl gewährt wird, doch eher wie eine Täuschung der Bürger aus:
Im Portemonnaie des Einzelnen macht sich der Geldsegen kaum bemerkbar – zwischen 2 Euro und 32,50 Euro im Monat dürften sich die Entlastungen bewegen.
Da kann man nur sagen: Die
Blutsauger sind unter uns. Während früher die Unternehmer diejenigen waren, die einmal hauptsächlich durch ihre Steuern den Staat unterhielten, ist es jetzt der kleine Mann. Und dem gönnt man nicht einmal Zinsen für seine Altersrücklagen, sondern setzt sein Geld ein, um die Wirtschaft zu subventionieren.

Und der Bürger ist derjenige, der für die großen Skandale bluten muss. Das war bei der Finanzkrise so und das wird sich nun wahrscheinlich bei der Deutschen Bank wiederholen.

Auch der Abgas-Skandal bei Volkswagen belastet die Bürger: VW muss zunächst einmal 15 Milliarden Dollar Strafe zahlen, aber damit ist noch nicht Schluss: Weitere hohe Strafen sind in dem anhängigen Betrugsverfahren zu erwarten sowie bei den Klagen der einzelnen Counties. So findet ein gewaltiger Kapitalfluss von Deutschland in die USA statt. Der Abgasskandal treibt die Kosten für den Alltag der Menschen in vielen deutschen VW-Standorten in die Höhe. Wegen der massiv einbrechenden Gewerbesteuer drehen betroffene Städte an ihren Gebührenschrauben, wie eine dpa-Umfrage ergab. Das heißt: Zehntausende Bürger spüren die Abgas-Affäre im Geldbeutel. Es steigen die Gebühren von Emden – dort baut VW den Passat – bis nach Weissach in Baden-Württemberg – da forscht Konzerntochter Porsche. Die Beispielliste: höhere Kosten bei der Kinderbetreuung, gestrichene Stellen in der Verwaltung, Einschnitte in der Kulturförderung.
Was die Deutsche Bank anbetrifft: Sie sollte erst 14 Milliarden Dollar Strafe zahlen, was ihr unmöglich gewesen wäre. Nun wollen die USA die Strafe vielleicht auf 5,4 Milliarden reduzieren. Aber wie die Zukunft der Bank aussieht, ist offen. Wahrscheinlich muss wohl letztlich der Steuerzahler ran, wobei man sich allerdings fragen müsste: Wieso? Die Bank ist nur dem Namen nach deutsch, in Wirklichkeit aber ein internationales Unternehmen.

 

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