Chemiefreies Salz?

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Beginnen wir mit einem Witz:
In einem Gasthaus sitzen in der einen Ecke Bayern und in der anderen Preußen. Beide Gruppen wollen ihr Essen salzen. Die Bayern bemühen sich vergeblich: die Löcher des Salzstreuers sind verstopft. Die Preußen dagegen nehmen einen Zahnstocher und machen die Löcher ihres Salzfasses durchgängig.
Darauf sagt ein Bayer zu seinen Tischkumpanen:
„I mag’s ja net, die Preiß’n. Aba oans muss man ihnen lassen: Technisch san’s uns überlegen.“
Ich bekenne: Der Witz ist alt, sogar so alt, dass er gar nicht mehr in die Zeit passt. Es gibt keine Zahnstocher mehr in den Gasthäusern und auch nicht mehr die Salzstreuer, in denen das Salz mit Reiskörnern trocken und streufähig erhalten wurde. Das Salz von heute enthält in der Regel Zusatzstoffe, die die Rieselfähigkeit sichern.
Und ich war so naiv zu glauben, dass jedenfalls das Salz eine ganz natürliche Würze für unsere Nahrung ist – frei von Chemie.
Aber jetzt denke ich ein bisschen anders über Bekannte, die sich immer schon Steinsalz oder Meersalz gekauft haben. Allerdings verunglimpfen die Salzsieder diese Konkurrenz und sagen: „Garantiert mit Vogelkot!“

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