Egoismus der Alten? (Forts.)

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Gestern habe ich schon darüber geschrieben, dass es nicht wenige Menschen gibt, die den Alten einen schönen Lebensabend nicht gönnen, den sie nach einem langen arbeitsreichen Leben verdient haben. Zu diesen Widerlingen gehört – wie beschrieben – auch der Bayerische Rundfunk.
Allerdings muss der Sender heute einräumen, dass immer mehr Alte ihre Rente durch Arbeit aufbessern müssen. In 10 Jahren ist die Zahl derer, die auch als Rentner einen Job übernehmen müssen, um 35 % auf fast 1 Million gestiegen. Am schlimmsten ist es bei den über 75-Jährigen. Bei diesen ist die Zahl sogar um 50 % gestiegen. Das ist ein deutliches Zeichen, dass die Leute nicht aus Spaß wieder im Arbeitsleben stehen, sondern der Not gehorchend. Verarmung der Bevölkerung und Arbeiten bis ans Grab: Das ist die Tendenz, die zur Zeit zu beobachten ist.
Ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis soll dies verdeutlichen: Eine fleißige Frau mit einem guten Einkommen sparte für einen schönen Lebensabend. Sie zahlte bei einer Versicherung ein, um später eine Rente von 3000 Euro zu bekommen. Allerdings war diese Versicherung bei der Lehman-Pleite mit dabei und teilte der Frau mit, dass sich daher ihre Rente halbiert habe. Dasselbe wiederholte sich durch eine Spekulation mit Ostimmobilien. Die Frau erhält nun nur noch ein Viertel der ursprünglich in Aussicht genommenen Rente und sagt: „Wenn ich nicht gearbeitet hätte, hätte ich auch kaum
weniger.“

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