Plastik ist wie eine Hydra

Die Hydra war jenes Ungeheuer aus der griechischen Mythologie, dem gleich mehrere Köpfe nachwuchsen, wenn man ihm einen abschlug. Mit dem Plastik scheint es ähnlich zu sein: Wenn man den Einsatz von Plastik an einer Stelle reduziert, wird an anderen Stellen umso mehr verbraucht. Ein Beispiel sind die Einkaufstüten aus Plastik. Sie sollen auf freiwilliger Basis aus dem Verkehr gezogen werden. Aber wenn das nichts nützt, soll ein Gesetz erlassen werden. Damit streut man den Menschen Sand in die Augen, weil man durch diese Aktion den Eindruck erweckt, dass man etwas tut. Nur ist das viel zu wenig. Inzwischen lagert die Landwirtschaft das gemähte Gras nicht mehr im Heuboden oder in einem Silo, sondern sie verpackt es dick in Plastik.

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Wenn ich mir das so anschaue, schätze ich, dass durch diese Art von Landwirtschaft etwa genauso viel an Plastik mehr verbraucht, wie man durch ein Verbot der Plastiktüten einsparen könnte. Aber was ist sonst noch alles an neuem Verbrauch von Plastik hinzu gekommen! Immer mehr Menschen trinken ihrem Kaffee nicht mehr gemütlich in einem Café, sondern rennen mit einem Coffee-to-go durch die Stadt. Und die neuen Kaffeemaschinen muss man mit Kaffeekapseln aus Plastik füttern. Die produzieren  5 000 Tonnen Plastikmüll, also etwa 500 Müll­wagen voll.
Vieles spielt sich ja im Verborgenem ab. Wenn in Waschmaschinen statt Stahlzahnrädern solche aus Plastik verwendet werden, hat man damit eine Verschleißstelle eingebaut, die nach einigen Jahren eine Neuanschaffung notwendig macht, die natürlich auch viel Plastik enthält. So gäbe es noch viele Beispiele dafür, dass der Hydra Plastik ständig neue Köpfe wachsen. Und wenn dann im nächsten Jahr der Welterschöpfungstag wieder im Kalender nach vorn rückt, zucken die meisten die Schultern und sagen sich, das sei eben unvermeidlich – oder um ein Wort der Kanzlerin zu benutzen: „alternativlos“. Aber unsere Generation hat gelebt, ohne die Welt zu erschöpfen. Und sie hat es besser gehabt:
https://autorenseite.wordpress.com/2016/08/09/frueher-war-alles-besser/

3 Kommentare zu „Plastik ist wie eine Hydra

  1. die indianer gaben zu bedenken, geld wäre nicht essbar.
    fügen wir hinzu: plastik hat keinen nährwert.
    ohne ernähtungs-not
    frau ’nicht-kanzlerin‘ des ’nicht-staates‘ ist eine maske …………..
    BIN LUISE

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