Ganz einfach: Missratene Kinder steinigen!

Bibelganz              Kennen Sie die Bibel?

Die Welt regt sich darüber auf, wenn im Iran eine Mörderin gemäß der Scharia gesteinigt werden soll. Was dabei übersehen wird, ist, dass auch die Bibel die Strafe der Steinigung kennt. Bei Moses lesen wir über den Vorwurf eines Mannes, seine Frau sei nicht unberührt gewesen:
„„Wenn der Vorwurf aber zutrifft, wenn sich keine Beweisstücke für die Unberührtheit des Mädchens beibringen lassen, soll man das Mädchen hinausführen und vor die Tür ihres Vaterhauses bringen. Dann sollen die Männer ihrer Stadt sie steinigen, und sie soll sterben.““ (Deut. 22:13).
Und im selben Buch lesen wir über missratene Kinder:
„„Wenn jemand einen widerspenstigen und ungehorsamen Sohn hat, der der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und auch, wenn sie ihn züchtigen, ihnen nicht gehorchen will, so sollen ihn Vater und Mutter ergreifen und zu den Ältesten der Stadt führen und zu dem Tor des Ortes und zu den Ältesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist widerspenstig und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Prasser und Trunkenbold. So sollen ihn steinigen alle Leute seiner Stadt, dass er sterbe…““

Jetzt vergleichen doch mal diese Bibelstellen mit der Scharia. Was ist schlimmer: die Bibel oder die Scharia?

Und was sagt die Kirche dazu? „Die Heilige Schrift ist das Wort Gottes!“
Im Katechismus heißt es:

107 Die inspirierten Bücher lehren die Wahrheit. ,,Da also all das, was die inspirierten Verfasser oder Hagiographen aussagen, als vom Heiligen Geist ausgesagt gelten muß, ist von den Büchern der Schrift zu bekennen, daß sie sicher, getreu und ohne Irrtum die Wahrheit lehren, die Gott um unseres Heiles willen in heiligen Schriften aufgezeichnet haben wollte“ (DV 11).

Haben wir je von der Kirche gehört, dass sie sich klar von Teilen der Bibel distanziert hat? Das wäre eigentlich notwendig, denn es gibt auch in der Kirche Extremisten. Wir haben das in Irland gesehen oder in den USA, wo Ärzte, die Abtreibungen vornahmen, ermordet wurden. Wie schnell kann die Stimmung in der gesamten Kirche umschlagen und solche Trends an die Oberfläche bringen. Für mich ist die Inquisition keinesfalls ein finsteres Kapitel aus dem Mittelalter, sondern eine Erscheinung, die jederzeit wiederkehren kann, wie ja auch die Demokratie immer wieder gegen diktatorische Strömungen angehen muss.

Wenn die Kanzlerin von den Moslems verlangt, dass sie sich von der Scharia distanzieren, so müsste sie sich in gleicher Weise an die Kirche wenden. Aber das traut sie sich nicht.

Wir Katholiken fordern, dass die Kirche eindeutig zu erkennen gibt, dass für sie viele Textstellen im Alten und auch im Neuen Testament keine Geltung mehr haben, beispielsweise auch die vielen frauenfeindlichen Thesen des Hl. Paulus. Aber die Kirche schweigt, denn sie fürchtet, dass dann das Gebäude der Tradition, auf das sie sich ja auch stützt, einstürzt.

Da kann man nur rufen: Frauen an die Front! Ihr seid die Mehrheit und Ihr seid die Frömmeren. Zeigt es den alten Männern der Kurie, was Kirche heute bedeuten sollte!

Wenn Sie sich mal richtig über Ihre Kirche aufregen wollen, lesen Sie dies!

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