Sind wir so gescheit, dass wir es uns leisten können, blöde zu sein?

Nehmen wir mal VW als Beispiel: Das Unternehmen hat es zum größten Autohersteller der Welt gebracht. Das ist eine geistige Leistung, die wir bewundern. Und man fragt sich, wie kann so ein Werk so blöde sein, sich einen Abgasskandal zu leisten? Es konnte doch nicht verborgen bleiben, dass bei den Abgaswerten etwas nicht stimmt. Irgendwo auf der Welt musste doch jemand auf die Idee kommen, die Werte nachzuprüfen. Aber die Autoindustrie ist von der Politik so gehätschelt worden, dass sie sich sozusagen sakrosankt gefühlt hat. Sie hat es ja durchgesetzt, dass beim Benzinverbrauch der Fahrzeuge völlig irreale Werte angegeben werden dürfen, weil nicht der normale Verbrauch gemessen wird, sondern ein praxisferner, der nur unter bestimmten Bedingungen erreicht wird. Und wenn man schon beim Benzinverbrauch ein bisschen mogeln kann, warum dann auch nicht bei den Abgaswerten? Die Arroganz der Autounternehmensmanager ließ sie gar nicht auf die Idee kommen, was passieren könnte, wenn es so läuft, wie es nun gekommen ist. Wie blöde muss man sein, um so ein Risiko einzugehen?
Vielleicht diente ja auch die Atomindustrie als Vorbild. Dort sahen wir „dasselbe in grün“. Man baute Atomreaktoren, obwohl das Risiko von GAUs (größte anzunehmende Unfälle) genau berechnet worden war und man von vornherein nicht wusste, wohin mit dem Atommüll. „Das ist, als wenn man ein Flugzeug fliegen lässt und keine Landebahn gebaut hat“, sagte ein Gegner. Und als die vorher berechnete GAUs sich dann in Tschernobyl und Fukushima ereigneten, stieg man aus dieser Technik wieder aus. Wie viel Geld ist da wohl völlig nutzlos „verbraten“ worden. Und es geht ja noch weiter, wenn der ganze Müll eingelagert werden muss.

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