Mainstream und PEGIDA

Was uns fehlt ist eine klare Unterscheidung zwischen Fremdenhassern, Rassisten, Neonazis, Rechtsextremen und Rechtspopulisten. Das ist schlimm. Was aber noch schlimmer ist: Wer aus guten Gründen gegen die Einwanderung weiterer Flüchtlingsmassen ist, wird einfach einer dieser Gruppen zugeordnet, und damit braucht man sich mit seinen Ansichten gar nicht mehr auseinander zu setzen. Er ist bereits abgestempelt als übles Subjekt.
So wird der Bürger in die gewünschte Richtung gedrängt.
http://info.kopp-verlag.de/hintergruende/deutschland/heinz-wilhelm-bertram/medien-blogger-wissenschaftler-konservative-buerger-stehen-unter-ideologischer-dauerzermuerbung.html
Jüngstes Beispiel ist ein Galgen, den ein(e) Demonstrant(in) bei einer PEGIDA-Demonstratiom mitführte. Daran hingen 2 Zettel, auf denen stand, dass der für „Mutti“ und Gabriel reserviert sei. Dass dies geschmacklos ist, steht außer Frage.
Typisch ist die Reaktion der Mainstream-Medien. Was für ein Wirbel wurde da veranstaltet: Im Fernsehen gab es keine Nachrichten ohne Bilder von dem Galgen, und kaum ein Magazin oder Kommentator ließen das Thema aus. Bis ins kleinste Käseblatt war alles voll von Empörung.
Was mir an dem Ganzen missfällt, ist zweierlei:
Zunächst einmal hatte ein paar Tage zuvor eine Demonstration von TTIP-Gegnern stattgefunden, wo man eine Guillotine mitführte. Davon wurde keinerlei Aufhebens gemacht. Warum gibt es hier zweierlei Maß? Ganz einfach, weil PEGIDA in die „Pfui-Ecke“ gestellt werden muss, während man das aber nicht mit dem überwiegenden Teil der Bürger machen kann, die ja gegen TTIP sind. Das Traurige an der Sache ist nur, dass die Mainstream-Medien hier unisono mitmachen.
Und das zweite, was mich an der Berichterstattung über die PEGIDA-Demonstration stört, ist, dass ich mich zu wenig informiert fühle: War der Galgen eine Aktion eines einzelnen oder war er geplanter Teil der Gesamtveranstaltung? Die Unterscheidung ist wichtig, denn man kann den Veranstaltern nicht alles zurechnen, was einer von Tausenden tut.
Als völlig übertrieben erscheint auch die Reaktion der Staatsanwaltschaft: In dem lächerlichen Galgen eine Anstiftung zu einer Straftat (also offenbar Mord) zu sehen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Und die Staatsanwaltschaft sollte gefragt werden, ob sie bei der Guillotine den gleichen Maßstab angelegt hat.
Siehe dazu auch diese Karikatur: http://web.de/magazine/unterhaltung/comic/karikaturen-18584042
Besuchen Sie mich bitte auch auf meiner „anderen Seite“ – heute mit dem Thema: „Mit Aufschwung in den Abschwung“.
http://die-andere-seite.blog.de/2015/10/14/aufschwung-abschwung-20760149/

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