Gefährliche Ölpolitik der USA

Wir haben in einem Blog weiter unten unsere falsche Ölpolitik kritisiert. Die USA sind vielleicht noch schlimmer. Früher haben sie Öl importieren müssen. Nun fördern sie durch Fracking so viel Öl, dass sie es exportieren können. Früher war der Ölexport aus den USA verboten, weil man das eigene Öl im Lande halten wollte. Aber das war gestern. Heute sind die USA nach Saudi-Arabien und Russland der drittgrößte Ölexporteur geworden.
700 verschiedene Stoffe, die von der Industrie geheim gehalten werden, werden beim Fracking eingesetzt wie beispielsweise Methan, Radium, Arsen und mehrere Stoffe, die das Hormonsystem stören. In Pennsylvania, Utah und Wyoming soll Fracking das Grundwasser verschmutzt haben. Die Ozonwerte sollen dort gewaltig gestiegen sein und bei Anwohnern zu Kopfschmerzen, Atemnot und Halsschmerzen geführt haben. Und auch Neugeborene sollen im Gebiet der Fracking-Industrie mehr gesundheitliche Schäden aufweisen als anderswo: angeborene Herzfehler oder offene Rücken. Schließlich ist nicht sicher, inwieweit Fracking Erdbeben auslösen kann. Schäden an Häusern sind zu erwarten. Schon die Bohrungen für bloße Erdsondenheizungen haben Gebäudeschäden durch Beben ausgelöst:

Klicke, um auf 091004_FTD_Erdsonden_sind_die_Altlasten_von_Morgen_.pdf zuzugreifen

Jedenfalls erleiden die Hausbesitzer in Frackinggebieten einen gewaltigen Wertverlust:
http://www.fr-online.de/wirtschaft/usa-fracking-wird-zum-alptraum,1472780,26193634.html
All das nehmen die USA nun in Kauf, um den Ölpreis so weit zu drücken, dass Putin seine Haupteinnahmequelle, den Export von Energie, nicht mehr nutzen kann, weil die Förderungskosten den Verkaufswert nun übersteigen. Die USA bringen aber auch andere Staaten, die vom Ölexport leben, in Schwierigkeiten. Womöglich lösen sie sogar eine Weltwirtschaftskrise aus.

5 Kommentare zu „Gefährliche Ölpolitik der USA

    1. Bisher glaubte man, dass Krisen, Kriege etc. erheblichen Einfluss auf die Rohölpreise hätten – und die Preise dafür nach oben gehen.
      Das dies überhaupt nicht stimmt, beweist uns die momentane Lage.
      Obwohl mehr als ein halbes Duzend Kriege momentan geführt werden (übrigens alle mit Beteiligung der USA) sinkt der PReis für Öl rapide.
      Das mag momentan gur für uns als Verbraucher sein – das zahlen wir über kurz oder lang alles wieder im nachhinein.
      Der Ami will uns Europäer in einen Krieg mit Russland treiben. Sollte ihm das gelingen, dann Gnade uns Gott.

      1. Das Öl ist zur Zeit nur deshalb so billig, weil die Amis es als Waffe gegen Russland einsetzen. Und wir machen eifrig mir, indem wir Sanktionen verhängen und uns ins eigene Fleisch schneiden.

  1. Also bevor Du an meinem Menschenverstand zweifelst, kriegst Du hier noch einen Extra-Kommentar: Es gibt Staaten wie Venezuela, die fast nur vom Ölexport leben. Jedoch muss der Ölpreis höher liegen, damit er die Förderkosten übersteigt. Wovon sollen solche Staaten nun leben?
    Die Russen fallen jetzt als großzügige Touristen in den Skiorten Österreichs aus und in den Bädern der Tschechei. In Karlsbad und Marienbad herrscht tote Hose. Und sogar die Ölstaaten können viel weniger kaufen. Das spürt unser Export. All das kostet sehr, sehr viele Arbeitsplätze. Bevor Du Dich zu sehr über sinkende Benzinpreise freust, solltest Du einmal darüber nachdenken, ob Du wirklich Grund zur Freude hast. Die wird sowieso von kurzer Dauer sein.

    1. Die Staaten, die vom Ölexport leben, sollten es vielleicht einfach mal mit Arbeit versuchen. Okay, ich weiß, das klingt zynisch, aber es nicht zu übersehen, daß in den meisten ölexportierenden Staaten, Venezuela eingeschlossen, eine kleine Clique von Machthabern regiert, welche die Gewinne abschöpft, und ansonsten das Volk am Boden hält. Zeit, daß sich das ändert.

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