Gedenkstätte für gefallene Bundeswehrsoldaten

Irgendwie passt es nicht richtig zusammen, ist aber doch typisch für uns. Während wir für die getöteten Juden ein riesiges Areal mitten in Berlin als Gedenkstätte eingerichtet haben, liegt das Denkmal für unsere bei Auslandseinsätzen ums Leben gekommenen Soldaten 30 km außerhalb von Berlin in einem Wald. Was will uns das sagen? Man will zwar einen Ort der Erinnerung für die jungen Deutschen haben, die ihr Leben im Auslandseinsatz lassen mussten, aber das Gedenken soll doch bitte ein stilles und abseitiges sein. Es wirft nämlich zu viele Fragen auf und das wäre unangenehm:
Wofür sind die Soldaten denn eigentlich gestorben?
Zunächst einmal dafür, dass die Amerikaner in Afghanistan ein Chaos angerichtet haben: Sie haben die Taliban bewaffnet, damit sie sich gegen die Russen erheben. Und nun wäre es eigentlich ein Gebot des Anstandes gewesen, dass derjenige, der das Chaos angerichtet hat, es auch selbst wieder in Ordnung bringt. Aber als brave Vasallen waren wir natürlich auch mit dabei und verschließen auch seit Jahren die Augen davor, dass das Eingreifen zum Scheitern verurteilt ist. In all den vielen Jahren unseres Einsatzes ist es nicht gelungen, im Land Afghanistan zuverlässige eigene Streitkräfte aufzubauen. Wenn also die internationalen Truppen abziehen, wird das Land wieder den Taliban und den Stammesfürsten zufallen.

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