Mal ehrlich: Sind Sie homophob?

Das Wort Homophobie ist in den letzten Jahren in Mode gekommen. Es setzt sich zusammen aus den Vokabeln „Homo“ = Mensch und „Phobos“ = Angst. Homophobie bezeichnet also eine Angst vor Schwulen. Menschen wie Putin sollen darunter leiden. Und da sieht man eigentlich, wie lächerlich das Wort ist. Glaubt wirklich jemand, das Putin sich vor Schwulen fürchtet? Meiner Einschätzung nach ist er gegen die Homosexualität, weil er sie für unnatürlich oder sogar für pervers hält, wie ja auch die großen Religionen gegen die Homosexualität sind. Zwei Beispiele:
Lev 18,22: Du sollst nicht bei einem Mann liegen wie bei einer Frau; es ist ein Gräuel.
Lev 20,13: Wenn jemand bei einem Manne liegt wie bei einer Frau, so haben sie getan, was ein Gräuel ist, und sollen beide des Todes sterben; Blutschuld lastet auf ihnen.
Heute gilt das genaue Gegenteil, wie sich aus dem bekannten Ausspruch Wowereits ergibt: „Ich bin schwul, und das ist gut so!“ Und jeder, der das anders sieht, leidet nach der heute gültigen allgemeinen Auffassung an „Homophobie“.
Ist das nicht seltsam: Früher galten die Homosexuellen als krank. Heute ist es umgekehrt: Wer „homophob“ ist, zeigt – so die offizielle Definition im Duden – eine starke krankhafte Abneigung gegen Homosexualität“, ist also krank.
Und wehe, jemand wagt einen Satz wie diesen: „Die europäische Homosexuellenlobby will eine absolute Gleichberechtigung von Homosexuellen und Lesben, darunter auch das Recht auf Adoption von Kindern, das es bereits in einigen EU-Staaten gibt. Es ist schwer vorstellbar, wohin das alles führen wird.“ Dies hatte der Wiener Politiker Gudenus in der Moskauer Erlöserkathedrale gesagt. Er erntete damit heftige Kritik von allen anderen Parteien, die meinten, so etwas sei zum „Fremdschämen“. Dabei ist das, was er gesagt hat, der Standpunkt der Katholischen Kirche. Der Katechismus der katholischen Kirche spricht davon, „dass die homosexuellen Handlungen in sich nicht in Ordnung sind.“ Aber niemand würde sich wohl fremdschämen, wenn der Papst so etwas gesagt hätte.
Wie wäre es denn,wenn jeder soll nach seiner Fasson selig werden könnte. Und besonders das Sexualleben sollte Privatsache sein. Es geht doch die Öffentlichkeit nichts an, ob jemand schwul oder hetero ist. Und deshalb stören mich Leute wie der Sänger Wiebusch, der sich gerade mit dem Problem der Homophobie im Fußball befasst und die Hoffnung nicht aufgibt, dass sich da bald etwas ändert.
Dem muss ich widersprechen. Der Fußball ist die letzte Bastion, wo es das sexuelle „Outcoming“ nicht gibt, und das ist gut so. Früher wurde auch nicht darüber geredet, welcher Politiker oder Promi schwul war. Das war Privatsache. Heute ist es umgekehrt. Seit Wowereit „bekannt“ hat, dass er schwul ist und das auch noch für gut befunden hat, kann man feststellen, dass die meisten Menschen nichts über seine politische Leistung wissen, sondern nur, dass er schwul ist.
Merkwürdig ist ja, dass wir beim Datenschutz immer sehr auf die Privatsphäre achten. Nur bei der sexuellen Ausrichtung der Menschen soll es auf einmal anders sein. Wieso? Und das gerade im intimsten Bereich? Vielleicht liegt es ja daran, dass man mit dem Thema viel Geld verdienen kann. So kommen zu den „Loveparades“ bis zu 150.000 Menschen. Die lassen viel Geld da.
Und eines muss man den Schwulen lassen. Sie haben begriffen, wie die Demokratie funktioniert: Derjenige, der am lautesten schreit, bekommt, was er will. Jetzt wollen Sie sogar, dass ihre Vorstellungen in den Schulunterricht einfließen.
Und sie schauen, dass sie immer im Gespräch bleiben. Zur Zeit fordern sie Gender- bzw. Unisextoiletten, also solche, die von allen benutzt werden dürfen, und sie finden bei der Ministerin ein offenes Ohr. Beim Pissoir haben Frauen zwar Probleme, aber es gibt schon Vorrichtungen zu kaufen, die es auch ihnen ermöglichen, im Stehen zu Pinkeln, denn das fördert das Selbstbewusstsein, so sagen sie, denn sie empfinden das Hocken auf einer Schüssel als erniedrigend. Komisch! Man könnte es auch bequem finden.

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