Frauen als Priesterinnen?

In der Charta der Grundrechte der Europäischen Union heißt es:
„Artikel 21
Nichtdiskriminierung

(1)   Diskriminierungen insbesondere wegen des Geschlechts, …sind verboten.“
Nun sind allerdings Frauen immer noch wegen ihres Geschlechts in einer Hinsicht benachteiligt. Sie haben sich zwar den Zutritt zu reinen Männervereinen wie Feuerwehr und Bergwacht erkämpft und stehen dort „ihren Mann (!)“ Aber eine Organisation gibt es, die die Frauen immer noch von den höheren Weihen ausschließt: die Katholische Kirche. Nun kann natürlich jeder nach Belieben Vereinigungen gründen und bestimmen, wer dort Zutritt hat. Wenn also jemand einen Skatklub nur für Männer gründet, dann können sich Frauen dort keine Mitgliedschaft erstreiten. Anders ist es jedoch bei den Kirchen. Sie kassieren nicht nur 5 Mrd. Euro Kirchensteuer, sondern auch 15 Mrd. Euro sonstige Zuwendungen.
Nun werden Sie fragen: Was gibt es da zu lachen? Also ich stelle mir vor, dass eine aufsässige Frau vor den Europäischen Gerichtshof zieht und nach dem Gleichheitssatz verlangt, katholische Priesterin werden zu können. Und dann male ich mir aus, dass sie bei diesem Gerichtshof, der schon oft für Überraschungen gut war, Recht bekommt mit der Begründung, dass sich eine Kirche, die so am Tropf der staatlichen Steuertöpfe hängt, auch nach den Regeln richten muss, denen der Staat unterworfen ist.

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