Verfehlte Politik

Wir nehmen den Klimawandel nicht ernst und haben die vereinbarten Klimaschutzziele nicht erreicht. Jeder Bürger kann es täglich sehen, wie wenig vernünftig wir mit der Energie umgehen: Es entstehen immer mehr Gewerbegebiete außerhalb der Stadt. Die Geschäfte dort werden immer größer. Vor einiger Zeit las ich, dass ein neu errichtetes Möbelkaufhaus eine so große Verkaufsfläche hat wie alle Geschäfte in der City unserer Nachbarstadt mit 50.000 Einwohnern zusammen. Dieser Möbelmarkt muss natürlich beheizt und beleuchtet werden, wird also auch einen Energieverbrauch haben, wie die Innenstadtgeschäfte zusammen. Und dieser Möbelmarkt ist nur ein Geschäft von vielen im Gewerbegebiet. So bluten die Innenstädte aus und die meisten Menschen werden gezwungen, mit dem Auto zum Einkaufen zu fahren, denn die Autoindustrie will ja ihre Fahrzeuge verkaufen. Wenn ich früher einen Nagel brauchte, ging ich in einen Eisenwarenladen in der Stadt. Heute muss ich deswegen hinaus ins Gewerbegebiet und gleich eine ganze Packung kaufen, die gar nicht benötige.
Warum plant man nicht eine menschengerechte Stadt, in der man zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln alles in überschaubarer Zeit erledigen kann? Was wir zur Zeit erleben ist eine totale Fehlsteuerung in der Politik. Aber wenn es ums Geld geht, bleibt die Vernunft auf der Strecke.
Die Leute können sich heute gar nicht mehr vorstellen, wie wir früher gelebt haben: Als ich heiratete, gab es keine Gewerbegebiete, sondern nur Möbelgeschäfte mitten in der Stadt. In München im „Tal“ kauften wir alles, was wir für unseren Hausstand brauchten. Und unsere täglichen Einkäufe erledigten wir zu Fuß und nicht im Gewerbegebiet bei ALDI und Co.
Und noch abschließend eine Bemerkung zum Tagfahrlicht, das die Österreicher einmal mangels positiver Auswirkungen abgeschafft hatten: Nun verbrauchen wir durch das Tagfahrlicht so viel Strom, wie ein Atomkraftwerk erzeugt.
Zusammenfassend kann man also feststellen, dass wir immer mehr Energie verbrauchen. Daneben nimmt sich das Verbot der Glühbirnen aus wie ein Tropfen auf einem heißen Stein.
Da kann man nur sagen: Klimaschutz – ade!

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