Das unmoralische, ungerechte Steuer-„Recht“

Wäre Hoeneß seinem Bayern-Kollegen Beckenbauer gefolgt, dann wäre er auch nach Österreich verzogen, und der deutsche Staat hätte von ihm nichts bekommen.
Hätte Hoeneß eine einwandfreie Selbstanzeige zu Wege gebracht, hätte er nicht für 3 ½ Jahre in den Knast müssen.
Wer kann das alles gerecht finden?
Und ist es nicht unmoralisch, wenn der Staat eine Steuer auf die oft niedrigen Zinsen verlangt, deren Höhe womöglich sogar unter dem Niveau der Inflation liegt, und wenn der Bürger auf diese Weise Verluste versteuern muss? Im Grunde genommen ist der Staat doch der Anstifter vieler Steuerhinterziehungen, die er dann bestraft.
Ein gerechtes Steuersystem sähe so aus:
Alle Deutschen zahlen Steuer an den deutschen Staat, ganz gleich wo sie wohnen (wobei sie die an ihrem Wohnort bezahlten Steuern abziehen können).
Es wird nur der Teil der Einkünfte aus Zinsen versteuert, der über der Inflationsrate liegt.
Ich habe ja schon einmal wegen dieser Ungerechtigkeiten einen Brief an den CSU-Vorsitzenden geschrieben, aber keine Antwort erhalten.
https://autorenseite.wordpress.com/2014/01/28/eigentlich-toll-csu-17643732/https://autorenseite.wordpress.com/2014/01/28/eigentlich-toll-csu-17643732/
Die CSU hält zu den Reichen und denen muss man doch ein Schlupfloch für ihre Millionengewinne lassen. So war es bisher immer, und Hoeneß wäre straffrei ausgegangen, wenn CDU und CSU ihre Vorstellungen über das Schwarzgeld im Ausland durchgesetzt hätten.
Doch jetzt wären ja in der GroKo die Sozis gefordert, für eine gerechtere Besteuerung zu sorgen, aber die Sozialdemokraten führen ihren Namen schon seit Schröders Zeiten völlig zu Unrecht.
Typisch für die CSU ist übrigens auch, dass sie die Zahl der Steuerfahnder gering hält, obwohl jeder Fahnder dem Staat einen Haufen Geld einbringt. Andere Bundesländer haben sich schon beklagt, dass sich Bayern dadurch auf unlautere Weise einen Standortvorteil verschafft, denn die Unternehmer leben halt lieber in einem Land, wo Steuerprüfungen nur alle Jubeljahre einmal stattfinden.
So ist es auch kein Wunder, dass Hoeneß‘ Steuerhinterziehung nicht durch die Steuerfahndung, sondern durch den „Stern“ aufgedeckt worden ist. Was für ein „Frei“-Staat ist das, in dem Reporter das tun, was Aufgabe des Staates gewesen wäre: nämlich genauer hinschauen! Aber welcher Steuerfahnder hätte sich wohl getraut, bei Hoeneß nach dem Rechten zu sehen? Da hätte es ihm womöglich so ergehen können:
http://de.wikipedia.org/wiki/Steuerfahnder-Aff%C3%A4re
Deshalb konnte sich Hoeneß völlig sicher fühlen, wenn da nicht die „hinterfotzigen Schreiberlinge“ aus einem Land wären, in dem sich nach Meinung eines Kultusministers „die Wildsäue noch den Hintern an den Föhren rieben“, als Bayern schon eine Kultur hatte.

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