Hilfe: Bin ich nicht mehr „in“?

Wenn ich zu Hause meinen alten Trainingsanzug an habe und mir zum Feierabend einen Krimi anschaue, packt mich auf einmal das schlechte Gewissen: Ich sehe immer wieder die SOKO-Beamten, wie sie Zeugen aufsuchen. Da gibt es zwei Arten von Menschen: die Unterschicht, die in Löchern, sprich: herunter gekommenen Wohnungen haust. Mit diesen Leuten will ich mich nicht vergleichen, denn ich rechne mich zur Zeit noch zur Mittelschicht, also den Normalmenschen. Wenn man diese Leute in ihren Wohnungen sieht, sehen sie alle so aus, als würden sie gerade Besuch empfangen: Sie sind bestens gekleidet, gut frisiert und die Frauen tragen Schmuck. Und dann schaue ich an mir herunter und sehe eine ausgebeulte Trainingshose.
Zwischenfrage: Wie laufen Sie zu Hause herum?
Und das Ambiente, in dem die Leute wohnen, ist auch fast immer das selbe: Sehr modern, alles weiß gestrichen, nur ein abstraktes riesiges Ölgemälde „ziert“ das Wohnzimmer. Und von außen sehen die Häuser auch alle gleich aus: Sie haben die Form eines Würfels, aus dem Teile herausgeschnitten sind, wobei man sich fragt: Warum? Die Fensterfront ist ohne jede Ordnung: mal hier ein Loch, mal da eines. Und auch Dächer sind „out“, so dass es keine Speicher zum speichern gibt.
Möchten Sie so wohnen?

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