Schreckliche neue Unsitte im Internet

Ich habe nichts gegen Videos im Internet. Im Gegenteil: Ich schaue mir gelegentlich ganz gerne mal dies oder jenes an. Aber nun verdrängt das Video immer mehr das, was früher geschrieben wurde. Das kann beispielsweise bei Gebrauchsanleitungen manchmal durchaus hilfreich sei, wenn man vorgeführt bekommt, was man wie machen muss. Es kann aber auch nerven. Wenn man eine schlichte Frage beantwortet bekommen möchte, kann man bei einem Text ganz schnell zu der betreffenden Stelle scrollen. Aber bei einem Video muss man womöglich „bei Adam dem Schleimigen“ anfangen, um dann endlich dort zu landen, wo man hin will. Für Menschen wie mich, die mit dem Lesen groß geworden sind, ist das schon eine ziemliche Zumutung, nämlich unnütze Zeitverschwendung.
So wundern wir uns nicht, wenn wir lesen, dass 7,5 Millionen Erwachsene in Deutschland Analphabethen sind, also keine einfachen Texte lesen und schreiben können. Das sind mehr als 14 Prozent der Erwerbsfähigen!

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